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HAUPTGERICHT
Bulz
Das rumänische Hirtengericht: Gebackene, gefüllte Maisknödel
Bulz (sprich: Buls) ist nicht ein, sondern DAS traditionelle rumänische Hirtengericht. Es stammt aus den Rumäniens Bergregionen und ist vor allem in den Karpaten verbreitet. Besonders geschätzt wird das landesweit beliebte Gericht in Transsilvanien, der Bukowina und der Maramureș.
Bulz besteht aus Mămăligă, dem rumänischem Maisbrei (≈ Polenta), die zu Kugeln oder flachen Laiben geformt und mit Brânză de burduf, einem kräftigen, salzigen Schafskäse oder auch mit Telemea gefüllt wird. Zur Zubereitung wird die Mămăligă zunächst fest gekocht, anschließend um die Käsefüllung geformt und mit Butter, Sauerrahm oder Speck 'aufgewertet'. Die Kugeln werden dann im Backofen, auf dem Grill oder auch direkt in der Glut gebacken, bis eine goldbraune, leicht knusprige Kruste entsteht.
Es gibt schier unzählige Varianten: Statt Käse kann auch entwässerter Quark verwendet werden, manche Familie fügt das Fleisch gleich der Füllung hinzu. Und manchmal kommt Bulz statt als gefüllter Knödel oder Pfannkuchen auch als eine Art Auflauf auf den Tisch.
Bulz wurde als ursprünglich von Hirten als energiereiche und haltbare Verpflegung produziert, die sich beim Hüten gut auf die Bergweiden mitnehmen ließ. Am rumänischen Tisch gehört zu Bulz heute unbedingt eine große Portion Smântână, dem rumänischen Schmand. Gerne auch ein Spiegelei oder gegrillter Würste, oder noch lieber beides. Ein rustikales und vor allem leckeres Gericht, dass einen vor allem in der kalten Jahreszeit wirklich sättig.
Leider findet sich Bulz längst nicht mehr auf allen Speisekarten. Aber wenn, lohnt sich das Probieren. Ganz besonders, wenn er frisch vom Feuer kommt. Mein Tipp: Wenn man nicht völlig ausgehungert ist, kann man sich auch eine Portion teilen.
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