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EINTOPF
Es gibt so viele Varianten, dass man ihn immer probieren sollte, wenn er auf der Karte steht.Ghiveci
Der ultimative Eintopf aus dem Tonkrug
Nicht wenige nennen den Ghiveci (sprich: Giwetsch) das Rumänische Nationalgericht. Klingt gut. Nur: Welchen Ghiveci? Diesen Eintopf gibt es in unzähligen Varianten: Mit oder ohne Fleisch. Auch mit Fisch oder Geflügel. Gelegentlich auch nachgesäuert mit Schmand oder Yoghurt. Klar oder püriert. Heiß, lauwarm oder kalt. Immerhin pries die weise Washington Post einen davon als „one of the world's great vegetable melanges“ und die New York Times hält ihn für „really the last word in vegetable stews“.
Also gut: Der Name stammt vom türkischen Güveç. Das bedeutet „irdener Topf“, und in diesem (zu deutsch) Römertopf schmort er im Ofen. Und zwar lange. Sehr lange. Mit bis zu 40 Gemüsen: Von Auberginen über Bohnen, Erbsen, Karotten, Kartoffeln, Kohl, Kürbis, Paprika, Pilzen, Tomaten und vielem mehr bis zu Zwiebeln. In Rumänien beliebt vor allem bei den Donau-Schwaben und in der Moldau-Region. Wobei ihn die ganze Balkan-Region kennt – und Bulgarien ihn ebenfalls als Nationalgericht beansprucht. Moldawien sowieso.
Als noch nicht jeder Haushalt einen Ofen hatte, bereitete man den Ghiveci zu Hause vor und brachte dann den Topf zu einer örtlichen Bäckerei, in deren Ofen er kam. War der Eintopf fertig, brachte ihn ein Bote mit einem Kissen auf dem Kopf zurück.
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