• KUCHEN
    ROMOTOUR-Rumaenische-Kueche-Kuertoeskalacs
    Gebacken auf Holzrollen über offenem Feuer

    Kürtőskalács

    Schornsteinkuchen – Baumstriezel vom Holzkohlengrill



    Neben der deutschen hat Rumänien auch einen starke ungarische Minderheit. Dazu gehören die Szeker im östlichen Siebenbürgen (Szekerland), denen wir diese Leckerei verdanken. Ihr Name Kürtöskalács (sprich: Kür-tösch-ka-latsch) beschreibt ihre Form: „Schornsteinkuchen“. Und der ist inzwischen in fast ganz Rumänien an unzähligen Straßenständen zu haben.

    Gebacken wird typischerweise über offenem Feuer auf vorgewärmten drehbaren Holzrollen aus Ahorn. Auf die wird der zu einem fingerdicken Band gezogene lockere Hefeteig gewickelt und anschließend in Butter und Zucker gewälzt. In der Hitze bildet sich dann auf dem Hefeteig-Zylinder außen eine Karamellschicht: Die darf nach dem Backen auch pur bleiben, wird aber meist mit Nüssen, Mandeln, Kokosraspeln, Mohn, Sesam, Schokostreusel (»Hagelslag«) oder bunten Zuckerperlen bestreut. Ein schönes Fotomotiv.

    Frisch gebacken ist Kürtöskalács außen knusprig, innen fluffig. Man isst ihn warm – und gemeinsam. Denn für einen alleine ist er zu groß. Aber Obacht: Rumänen sagen, er sei schneller verspeist, als man sich gegenseitig „poftă bună“ (guten Appetit) sagen kann.



    Weiterführende Links:
    >