-
BEILAGE
Der Faden zum Schneiden liegt schon bereit.Mămăligă
Rumänischer Maisbrei
In Rumänien ist Maisbrei – sowohl als Beilage, als auch als Hauptgericht – eine Nationalspeise.
Lange Zeit war die „rumänische Polenta“ Hauptnahrungsquelle armer Leute, wurde aber aus Hirse zubereitet. Mit Mais wird erst seit dem 17. Jahrhundert gekocht, nachdem Christoph Columbus das „Türkenkorn“ aus Amerika mitbrachte und es auch in Rumänien angebaut wurde. Der Legende nach entwickelte sich Mămăligă unter der osmanischen Herrschaft zu Rumäniens Nationalgericht, weil ein Teil der Weizenernte als Tribut abzuliefern war, während der Anbau von Mais nicht besteuert wurde.
Als Hauptgericht ist die mit Schafskäse überbackene „mămăligă cu brânză“ beliebt. (Siebenbürgisch: „Käspalukes“). Sie wird meist mit Schmand (smântână) serviert und dann als „MBS“ (mămăligă cu brânză și smântână), gesprochen „me-be-se“, abgekürzt.
Die Zubereitung von Mămăligă ist einfach, aber kräftezehrend: Maismehl (RO: „mălai“) wird in einem – vorzugsweise gusseisernen – Kochkessel (RO: „ceaun“) in Salzwasser gekocht. Damit nichts anbrennt oder verklumpt, muss sehr viel gerührt werden. Traditionelles Rührwerkzeug ist die nach Weihnachten entrindete und getrocknete Christbaums-Spitze mit den obersten kleinen Ästen. Geschnitten wird fertig gekochte Mămăligă traditionell mit einem Faden.
Weiterführende Links:
> XXX | XXX
<= zurück zur ÜBERSICHT