• BEILAGE | Murături – Eingelegtes Gemüse

    ROMOTOUR-Rumaenische-Kueche-Muraturi
    Fast jede Familie macht sie selbst – und auch viele Restaurants.

    Murături

    Eingelegtes Gemüse



    Murături (sprich: Murrä-turi) bedeutet „Eingelegtes“ – und ist in Rumänien allgegenwärtig. Acht von zehn Haushalten* machen es selbst. In Salzlake mit Essig: Die Salzlake führt zur Milchsäuregärung, so entsteht durch Fermentierung der typische salzig-säuerliche Geschmack. Der Essig konserviert und macht es zu dauerhaft haltbarem „Wintergemüse“.

    Am häufigsten kommen Gurken ins Glas, aber auch Paprika, Blumenkohl, Möhren, grüne Tomaten, Kohl, Sellerie, rote Beete, Pilze, Knoblauch oder sogar Melonenschalen. Einzeln, bunt gemischt oder geschichtet. Zugegeben werden Gewürze wie Lorbeer, Dill, Piment, Senfkörner, Pfeffer, Nelken, Sellerie oder auch Meerrettich.

    • Castraveți = Gurken – nicht so süß wie in Deutschland, sondern eher salzig.
    • Gogonele = Grüne, unreife Tomaten – knackig-sauer.
    • Varză murată = Weißkohl, aus dem später Sarmale (Krautwickel) gemacht werden.
    • Murături asortate = Bunte Mischung mit allem, was der Garten hergibt.

    Heute sind Murături die ideale Beilage zu schweren, fleischlastigen Gerichten, liefern Frische und Säure zu Gegrilltem wie Gebackenem. Früher waren sie im Winter oft das einzige Gemüse und wichtiger Vitamin-Lieferant. Auf alle Fälle bleiben die bunt gefüllten großen Einmachgläser fester Bestandteil Rumänischer Hausmannskost.



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