Feed-Back: Kritik und grundsätzliche Empfehlung

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Feedback zur September–Tour

Hallo Paula + Eddy,

ich hatte euch ja versprochen die Tour aus meinem Blickwinkel nochmals aufzuarbeiten. Das will ich nun, nachdem einige Wochen ins Land gegangen sind, gerne tun. Hoffentlich kann ich aus dem zeitlichen Abstand heraus jetzt Wesentliches von Unwesentlichen trennen.

Vorausschicken möchte ich dass diese 2 Wochen meine Ansicht über Rumänien positiv verändert haben. Euer Ziel den Tourteilnehmern Rumänien näher zu bringen und den Blickwinkel auf dieses Land zu ändern habt ihr zu 100 % erreicht.

Für mich war der Ablauf der Tour was die Streckenführung und das Sightseeing anbetrifft insgesamt ok. Ausreißer waren hier die Strecke an der Donau entlang (der Straßenbelag bestand nur aus Flicken), die 15 km Anfahrt zur Trans-Rarau (zentimeterhoch loser Schotter) und die Zufahrt zum Skulpturen-Park (unebener Waldweg mit Schotter und großen Steinen), die mit meiner FJR 1300 kaum zu machen waren. Aber ok, alle anderen haben es ja gepackt und ich, bis auf den Skulpturenpark, letztendlich auch.

Die Hotels waren für mich, mit Ausnahme der beiden Nächte im Hotelzug, in Ordnung. Dieser Zug war aber ein absoluter Tiefpunkt. Sanitäre Anlagen inklusiv der Duschen in einem Container auf dem Niveau eines letztklassigen Campingplatzes sind eben nicht wirklich toll. Dies hatte ich euch ja auch vor Ort bereits mitgeteilt. Was ich aber absolut bemängeln möchte ist das ein oder andere Auftreten von Eddy. Ich denke hier an den Vorfall an der ungarischen Grenze (sich mit protestierenden Autofahrern anlegen und das Motorrad vor einem Auto querstellen weil man mit der Gruppe nicht in der Schlange warten will) und im Hotel in Sibiu mit der amerikanischen Reisegruppe (unnötige Diskussion in der Empfangshalle des Hotels weil die lauten Amis das Briefing stören). So etwas ist nicht cool oder hilfreich, sondern einfach nur peinlich. Ich weiß „nobody is perfect“, aber das ist fehl am Platze. Als verantwortlicher Veranstalter und Tourguide sollte man solches Verhalten für die Zeit der Reise ausblenden und etwas mehr über den Dingen stehen. Einfach mal zugeben dass man für etwas verantwortlich ist nicht negativ, sondern zeugt von Verantwortungsbewusstsein.

Insgesamt würde ich die Tour dennoch weiterempfehlen.

Abschließend mein Kompliment an die ganze Gruppe. Ihr wart alle sehr sympathisch und es war mir eine Ehre mit euch zu fahren. Vielleich sieht man sich ja irgendwo und irgendwann mal wieder. Es würde mich sehr freuen..

Thomas

 

Lieber Thomas!

Vielen Dank für Dein differenziertes Feed-back. Dein Lob und Deine grundsätzliche Empfehlung freuen uns. Über das, was Du uns mit auf den Weg gibst, werden wir nachdenken, wie wir es besser machen können.

GRENZE: An der Grenze hat uns die rumänische Polizei (wie so oft) vorgelassen. Ein Autofahrer sah das nicht ein und versuchte, die Gruppe abzudrängen. Eddy hat sich dann dazwischengestellt, bis der Rumänische Polizist es dem Randalierer erklärt hat. Auf Dich hat Eddy dabei offensichtlich sehr autoritär gewirkt. Hier sind wir allerdings der Meinung: Wenn jemand unsere Gäste angreift oder in Gefahr bringt, ist Schluss mit lustig. Dann ist uns der Schutz der Gruppe wichtiger als bescheidenes Auftreten.

SCHLAFWAGEN: Dass Dir der Hotelzug nicht gefallen hat, tut uns leid. Für uns ist das eine besondere Location, gerade weil's anders als die sonstigen Hotels auf der Tour ist. Und vor allem: Vorab beschreiben wir den Schlafwagen so genau wie möglich, zeigen sogar Bilder und sprechen ausdrücklich von "eng" und "Campingplatz".

STRECKEN: Von den 150 Donau-Kilometern sind nur die ersten 25 km Flickenteppich (zwar keine Löcher, aber plombierter Asphalt). Und wir sagen vorab: "Um Traumstrecken zu erreichen, müssen wir manchmal über ein Zwischenstück Rüttelstrecke." Das ist in den Karpaten nicht anders als in den Alpen. /// Den "Schotter auf der Anfahrt zur Trans-Rarau" hat es auf der offiziellen Tour-Route nicht gegeben. Du bist an diesem Tag separat von der Gruppe gefahren. Offensichtlich auf anderer Strecke. /// Der "unebene Waldweg zum Museum" ist ein Abstecher von 1,5 Kilometern, den niemand fahren muss, weil wir jedem einen Shuttel-Service mit dem Bus anbieten.

Also, lieber Thomas, nochmals ganz lieben Dank für Dein Feed-Back. Solltest Du irgendwann mal wieder mit uns fahren mögen, würden wir es für Dich so machen: Wir würden Dir statt am Bahnhof ein normales Pensionszimmer besorgen, Dir für Tage, an denen Du separat fahren magst, sehr genau die guten Routen erklären und auch versuchen, für dich noch ein bisschen cooler aufzutreten. Okay?

Herzlichst: Paula & Eddy