• Was hat es mit dem "landestypischen Service" auf sich?
    Wir lieben Rumänien. Wegen der Menschen. Wegen der Landschaft. Wegen der Kultur. Und wegen vielem mehr.

    Dazu gehört auch, dass wir uns auf das Land einlassen. Auf ein Land, dass immer noch zu den ärmsten Europas gehört. Auf ein Land, dessen Menschen über Jahrzehnte ihre Eigeninitiative aberzogen wurde. Auf ein Land, in dem sich Korruption sich oft immer noch mehr lohnt als Leistung. Auf ein Land, in dem nicht nur Kommunismus, sondern ein Führerkult a la Nord-Korea installiert war. Auf ein Land, dem bei der Wende kein großen Bruderstaat zur Seite stand, sondern das sich mühsam selbst aus der Misere herauswirtschaften muss.

    Einlassen heißt dann vor allem: GEDULD und GELASSENHEIT.

    > Wenn's im Restaurant mit dem Essen (für eine Gruppe) auch mal länger als eine Stunde dauert.
    > Wenn man auch im guten Hotel gelegentlich nach dem zweitem Handtuch oder der großen Bettdecke fragen muss.
    > Wenn Elektroinstallationen eher abenteuerlich als gemäß VDE-Norm ausgeführt sind.
    > Wenn Klobrillen fast grundsätzlich lose sind.
    > Wenn die Kellnerin den Unterschied zwischen trockenem Rotwein und lieblichem Rose nicht so wichtig findet.
    > Wenn die Reinlichkeit nicht immer dem Ideal der deutschen Hauswirtschaftslehre entspricht.
    > Wenn Dinge, die man daheim für selbstverständlich hält, im Reiseland plötzlich als überanspruchsvoll gesehen werden
    > Wenn es auch im "Restaurant Italia" gerade weder Pizza noch Pasta gibt.
    > Wenn bei einem zweitägigen Hotelaufenthalt die Zimmer zwischendurch nicht gemacht werden.
    > Wenn Parkplätze oder Straßenränder so zugemüllt sind wie bei uns in den 1970ern.
    > Wenn man auch mal einen lauen Kaffee oder ein ebensolches Bier reklamieren muss.
    > Wenn Reklamationen über Nicht-Lebensbedrohliches auch mal langsam oder gar nicht bearbeitet werden.



    Kurzum: Wer Rumänien mit den Maßstäben eines deutschen, Österreichischen oder Schweizer Premium-Hotels misst, wird in dem Land nicht glücklich. Wer die Sache aber etwas lockerer angeht, wer sich, wenn's hakt, an uns wendet und uns helfen lässt (wir kämpfen manchmal wie Löwen für unsere Gäste - und servieren den Kaffee auch schon mal selber), wer dabei Geduld und Humor bewahrt ... der erlebt viel Interessantes, hat sicher eine Menge zu lachen – und: bekommt am Ende eigentlich immer, was er braucht und mag.




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