COVID-19 | Rumänien droht Verlängerung des Alamzustands

Nelu-Tatary___ Bogdan-Despescu

Regierung reagiert auf kritische Entwicklung

Eigentlich sollte der momentane Alarmzustand nur bis zum 15. Juli gelten. Dies steht nun in Frage.

Denn Rumäniens Corona-Situation hat sich in den letzten drei Wochen dramatisch entwickelt. Die Neuinfektionen erreichen neue Höchstwerte. Rumänien hat nun hinter Schweden und Portugal die höchste Quote in der EU. Besorgniserregend ist auch der hohe Anteil positiver Tests: Von 10.000 Getesteten sind bis zu 650 (6,5%) positiv. Da Rumänien nur begrenzte Testkapazitäten hat, muss daher mit einer hohen Dunkelziffer von Infizierten gerechnet werden.

Rumäniens Gesundheitsminister Nelu Tatary erklärte dazu heute: Nachdem bereits die für den 1. Juli geplanten Lockerungen aufgeschoben wurden, müsse die Regierung auch eine Verlängerung des Alarmzustands prüfen..

In der gleichen Pressekonferenz kündigte der Staatssekretär des Innenministeriums, Bogdan Despescu, eine Verschärfung der Kontrollen an. Gemischte Teams aus Polizei, Gendarmerie, Feuerwehr und Arbeitsaufsicht (entspricht etwa der deutschen Berufsgenossenschaft) würden sowohl an der Küste als auch in den Bergen Touristenströme kontrollieren.

 

QUELLEN:

=> Artikel zur Pressekonferenz der Regierung (ENGLISCH)
=> Übersetzung des Artikels (DEUTSCH)

 

Übersetzung des englischen Artikels aus "Romania Journal" vom 03.07.2020 ins Deutsche

Gesundheitsminister: Verlängerung des Alarmzustand über den 15. Juli möglich

Gesundheitsminister Nelu Tatary erklärte am Freitag (3. Juli) auf einer Pressekonferenz, dass der geltende Alarmzustand über den 15. Juli hinaus verlängert wird, wenn die Situation dies erfordere. Der Minister argumentierte, dass sich die Beschränkungen ausgezahlt hätten und sie fortgesetzt werden müssten.

Auf die Frage, wann die Restaurants eröffnet werden sollen, sagte der Minister, dass Rumänien „drei Wochen lang ständig steigende COVID-19-Fälle erlebt“ habe und dass die geplanten Lockerungen, die ab dem 1. Juli hätten in Kraft treten sollen, aufgrund der wachsenden Zahl von Corona-Infektionen gestrichen worden sind.

Tataru erklärte, dass die Übertragungsrate von COVID-19 vor drei Wochen bei 0,6 bis 0,7 lag und jetzt 1,4 erreicht habe.

„Obwohl kein erneuter Ausnahmezustand drohe, managen wir die existierenden Fälle. Wir werden bis zum 15. Juli prüfen, ob eine Verlängerung des Alarmzustands erforderlich ist oder nicht “, sagte er.

Bogdan Despescu, Staatssekretär im Innenministerium, sagte seinerseits in derselben Pressekonferenz, dass gemischte Trupps von Polizisten, Gendarmen, Feuerwehrleuten und Arbeitsinspektoren in den Küsten- und Berggebieten eingesetzt werden, um die erwarteten Touristenströme zu bewältigen.

Gemischte Trupps zur Durchführung von Kontrollen werden auch in überfüllten Gebieten wie Einkaufszentren, Transportmitteln und Märkten sowohl in Städten als auch auf dem Land eingesetzt.

 

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Der Chef der Polizeiinspektion von Constanta wurde am Donnerstag entlassen, nachdem mehrere Bilder, auf denen er beim Rundtanz mit Touristen im Badeort Mamaia zu sehen war, viral gegangen waren.

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