Ausführliche Kritik/Würdigung

Eine Reise mit vielen schönen abwechslungsreichen Erlebnissen

Wir haben viele Länder Europas mit unseren Motorrädern bereist, Rumänien war noch ein weißer Fleck auf unserer Karte. Am Anfang stand die Skepsis. Was wird uns wohl dort erwarten? Dank des ersten Vortreffens in Leipzig lösten sich unsere Bedenken weitestgehend schnell in Luft auf. Damit wussten wir, was uns erwartet und man lernte auch gleich mal seine Wegbegleiter kennen.

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Schön fanden wir das Roadbook, da konnten wir uns jeweils abends für den neuen Tag vorbereiten. Wir sind in der Vergangenheit einen Großteil unserer Touren zu zweit gefahren, da gab es so etwas leider nicht. Bei den anderen geführten Touren war dies auch nicht so üblich und selbst habe ich bisher so was auch nicht erstellt.

Bei den ausgesuchten Hotels waren alle Kategorien dabei (luxuriös, rustikal, abenteuerlich, romantisch, einfach quadratisch praktisch gut). Das Zughotel gehörte zu der Kategorie abenteuerlich.

Auf der Anreise(Durchreise) durch das heiße Ungarn konnte man schon spüren, wie die einzelnen Gruppenteilnehmer so drauf waren und mitgespielt haben. Spätestens am 2. Tag hat sich die Gruppe gesucht, gefunden und formiert. Und ich denke, es war eine super Truppe. Die Biker /- innen waren aus allen Landesteilen Nord West Süd Ost, nicht zu vergessen unsere 2 Schweizer Bikerfreunde. Wir hatten täglich viel Spaß und abends beim Bier gab es viel zu erzählen... teilweise bis Mitternacht.

Beim allmorgendlichen Briefing wurde besprochen, wo wir hinfahren, was es zusehen gibt und welche Fahrstrategie gefahren wird (geschlossener Konvoi", "freies Fahren" oder "Auflaufen lassen" usw.). Ich selbst habe auch schon mehrfach als Guide geführt und weiß, was es heißt, 10-15 Maschinen über 200-300km zusammen zu halten.

Die Art der Führung fand ich persönlich (aber auch der überwiegende Teil der Gruppe) toll. Einiges habe ich mir von Eddy abgeschaut und werde es selbst übernehmen. In der Stadt "geschlossener Konvoi", keine Frage absolut richtig. Überland und in den Bergen konnte die "schnelle" Truppe vorne weg ziehen, die "Normalos" (da waren meine Frau und ich mit unseren Maschinen dabei) in gemäßigter Fahrt im eignen Tempo und die "Bummler" in ihrem Tempo hinterher fahren. Wir hatten alles im Navi einprogrammiert und mit dem Roadbook sowie Eddys Briefing-Infos sind wir gut durch gekommen. Bei der nächsten Kursänderung hat Eddy die Truppe "auflaufen lassen". Waren alle zusammen, ging es weiter. Alle haben sich bemüht diszipliniert zu sein, so dass es keine größeren Probleme gab. Mir gab es die Möglichkeit sehr viele Fotos unterwegs zu machen. Gewürzt mit den Erläuterungen von Eddy bei den planmäßigen Stopps und Attraktionen (übrigens viele Daten und Fakten frei gesprochen, ohne ablesen vom Zettel, meine Hochachtung Eddy) haben wir so einen kleinen Eindruck vom Land mitgenommen.

Die Tour wurde von Paula und Eddy zwar straff geführt (ist auch notwendig, wenn man ein Haufen Individualisten zusammen halten will), aber wir hatten auch viel Freiräume für eigene Touren und Aktionen gehabt. Z.B. sind wir eines Abends noch mal 50 km zu einem Stadtfest gefahren, oder an den freien Tagen konnte man die Beine hoch legen oder noch ne eigne Tour machen, oder bei den Touren die Serpentine noch mal ein Stück zurück fahren. Also kurz gesagt: Ich denke, es war für alle was dabei.

Wenn man in der Gruppe reist, muss man willig sein, sich einzuordnen und auch akzeptieren was vorgeplant ist, sonst wird's Misst. Naja, gejammert und geknurrt wurde auch mal (auf hohem Niveau), aber das gehört dazu. Jeder Teilnehmer hat eben so seine eignen Vorstellung was für ihn gut und richtig ist. Aber im Großen und Ganzen hat es gepasst.

Leid tat mir am vorletzten Tag die Aktion mit dem "Dominoday", als drei Maschinen auf den Parkplatz umgekippt sind. Aber Dank der mitgeführten kleinen Werkstatt und der Improvisationskünste von Eddy sind alle noch ins Hotel gekommen und haben abends spät noch was zu essen und ein Bierchen bekommen.

Erzählen könnte man noch vieles. Es war Aufregendes und weniger Aufregendes, Interessantes und Wissenswertes dabei. Wer es genau wissen will, sollte die Tour auf alle Fälle mal angehen. Meine Frau und ich haben einen sehr schönen Urlaub erlebt, der uns lange in Erinnerung bleiben wird. Und wenn die Gruppe noch weiter im Kontakt bleibt, trifft man sich vielleicht irgendwann wieder. Auf Grund der positiven Erfahrung, fahren Einige nächstes Jahr auf alle Fälle die Griechenlandtour mit.

An dieser Stelle möchte ich vielen Dank sagen an Paula (die wie die Heinzelmännchen vieles im Hintergrund für uns organisiert hat), vielen Dank an unseren Begleitfahrzeugfahrer Cedrick und unseren Road-Captain Eddy für die vielen schönen Erlebnisse.

DRUM BUN!!!!!

Ellen & Veit

 

Liebe Ellen, lieber Veit!

Was für eine schöne Würdigung unserer Arbeit. Man spürt aus Euren Zeilen, dass Ihr die Tour genossen und viel zu erzählen habt. Das macht uns glücklich, denn dafür arbeiten wir. Und freuen uns, wenn das so schön gewürdigt wird. Insbesondere von frisch gebackenen Großeltern, die ja eigentlich gerade ganz andere Prioritäten haben.
;-)
Herzliche Grüße und alles Gute für die ganze Große(!) Familie,
Paula & Eddy