Die große Griechenland-Tour



Start    (vor Himmelfahrt)
Ende    (über Pfingsten)
Preis (im DZ | EZ: +)
 
Tolle Küsten- und Bergstrecken,
>> wunderbare Landschaften >> romantische Dörfer >> beindruckende Kultur

=> Zum Tourprofil
=> Zur Tag-für-Tag-Beschreibung




ROMOTOUR-GREECE 2019 | Motorradreise Griechenland 2019
Irrtum und Änderung vorbehalten!
TAG-00
Anreise
TAG-01
Villach => Zadar
TAG-02
Zadar => Dubrovnik
TAG-03
Dubrovnik => Shkodra
TAG-04
Shkodra => Vlora
TAG-05
Vlora => Preveza
TAG-06
Preveza => Olympia
TAG-07
Olympia
TAG-08
Olympia => Porto Vitilio
TAG-09
Porto Vitilio => Mystras
TAG-10
Mystras => Epidauros
TAG-11
Epidauros => Delphi
TAG-12
Delphi => Volos
TAG-13
Pilion-Rundfahrt
TAG-14
Volos = > Meteora
TAG-15
Meteora => Vlora
TAG-16
Vlora => Shkodra
TAG-17
Shkodra => Dubrovnik
TAG-18
Dubrovnik => Zadar
TAG-19
Zadar => Villach




Länge ca. 5.000 km (19 Tage*)
Qualitiät Reine Straßentour, kein Offroad
Routenführung Viel Küsten- und Bergstrecken (Pässe, Serpentinen)
Support MIT Begleitfahrzeug
Anspruch Gehobener Anspruch, keine Anfänger!
Start / Ziel Villach (Österreich). Bis dahin führen Autoreisezüge.
Länder 🇦🇹 Österreich, 🇸🇮 Slowenien, 🇭🇷 Kroatien, 🇧🇦 Bosnien, 🇲🇪 Montenegro, 🇦🇱 Albanien, 🇬🇷 Griechenland
   
Highlights
Tolle Küsten- und Bergstrecken, romantische Dörfer, beindruckende Kultur:
2 x Jadranska Magistrala (schönste Adria-Küstenstraße), malerische Bucht von Kotor, abendliches Relaxen zur Meeresmusik (preisgekrönte Wasserorgel), verlassene Bunkeranlage/n, Llogara-Pass (Meerblick über 1.000 m), chinesischer U-Boot-Tunnel (für gestohlene UdSSR-Schiffe), das dreieckige Ali‑Pascha‑Kastell (mit Geheimfenster), die spektakuläre Brücke über den Golf von Korinth, traumhafte Vouraikos-Schlucht (mit Berg-Tavernen), ungezählte Pässe (Peloponnes und Festland), versöhnliches Mahnmal (Gedenkstätte Kalavryta), das antike Olympia (größtes Stadion wegen Hercules!), Tempel des Akropolis-Architekten (im Christo-Look), unterirdische Bootsfahrt (Tropfsteinhöhle am Meer), Wehrdörfer (Wohntürme mit Kanonen), Südkap (Leuchtturm, antiker kleiner Tempel), Sparta, mittelalterliche Burganlage, Piratenbucht/en, Theater von Epidauros (die beste Akustik der Welt), Kanal von Korinth (inkl. versenkbarer Brücke), Orakel von Delphi ("Mittelpunkt der Welt"), herrliche Pilion-Rundfahrt (Berge, Küsten, romantische Dörfer), Meteora-Felsenklöster (Stichwort: James Bond), die tiefste Schlucht der Welt (Guinness-Buch), interessante Begegnungen, nette Menschen und natürlich die – nicht nur griechische – Gastfreundschaft ...
... und vieles, vieles mehr!
  * Über Himmelfahrt/Pfingsten: So brauchst Du nur 2 Wochen Urlaub nehmen.

Die Idee:

"Mögt Ihr nicht mal was Neues anbieten?" haben uns Gäste immer wieder gefragt. – Ja, mögen wir! Und die Idee ist nun: Griechenland erfahren. Im Frühling auf Titos alter Küstenstraße, der "Jadranska Magistrala", in den beginnenden Sommer hinfahren, im Festland und auf der Peloponnes die Gebirge durchfahren, die wilde Mani und die schöne Pilion umfahren, die antiken Highlights (Olympia, Sparta, Mystras, Epidauros, Korinth, Delphi, Meteora ...) anfahren, die wunderbarsten Küsten- und Berg-Strecken befahren, dabei viel Neues, Schönes und Lustiges erfahren und schließlich reicher in Herz und Kopf die Adria entlang wieder heimfahren. <

Der Anspruch:

Wir fahren auch in Griechenland eine reine Straßentour (kein Offroad), die wegen ihrer Länge, des warmen Wetters und der Streckenführung aber durchaus anspruchsvoll ist. Dafür brauchst Du ausreichend Fitness und Kondition und auch genügend Erfahrung im Kurven-/Bergfahren. Du solltest Deine Maschine souverän und sicher beherrschen und auch die Länge der Tour durchhalten. Es ist also nichts für Anfänger oder unsichere Fahrer/innen, sondern etwas für erfahrene und fitte Biker.

Eine Komfort-Tour:

Die Tour ist eine Mega-Tour mit Begleit-Fahrzeug. Also etwas für Leute, die eine richtig große Reise mit dem Komfort und der Sicherheit eines Begleitfahrzeuges wollen. So kannst Du Dein Gepäck im Begleitfahrzeug transportieren und mit leichtem Motorrad ohne Ballast die Strecken genießen. Natürlich hat der hohe Aufwand den wir treiben auch seinen Preis. Ob sich das für Dich Dich lohnt, kannst Du selbst entscheiden. Wir bieten an anderen Terminen auch kleinere Touren und solche ohne Begleitfahrzeug günstiger an.

Der Charakter:

Wir veranstalten eine Reise, kein Rennen. Natürlich werden wir viel Motorradfahren. Es geht uns aber - wie auf allen unseren Reisen - auch darum, gemeinsam das Land, seine Leute und seine Kultur kennen zu lernen. Und zwar als Reisegemeinschaft, in der wir gemeinsam anpacken und in der jeder jedem hilft. Wobei wer will sein Gepäck (und zur Not auch ein defektes Bike) ganz entspannt im Begleitfahrzeug transportieren kann.





VORAB: Irgendwann im April/Mai

RoadBook Griechenland-Motorradtour

Das Vortreffen zu Deiner Reise

Vor der Saison (meistens April/Mai) bieten wir mehrere Vortreffen an. Dort gibt’s ein ausführliches Basis-Briefing, eine Einführung in Land, Sitten und (Verkehrs-)Regeln sowie die Möglichkeit, all' Deine Fragen zustellen.

Damit niemand eine zu weite Anreise hat, organisieren wir die Treffen nicht getrennt nach Reisegruppe, sondern nach Herkunfts-Region. In der Regel gibt es Treffen im Norden und Süden Deutschlands, und natürlich auch in Österreich und der Schweiz. Du kommst einfach zu dem Ort, der für Dich am nächsten liegt.

Außerdem treffen wir uns bereits am Nachmittag, so dass der offizielle Teil vor dem "Dinner" erledigt ist. So kann, wer denn muss, zeitig wieder nach Hause fahren. Alle anderen sind eingeladen, mit uns und den zukünftigen Reisegenossen einen netten Abend zu verbringen.



Villach ist Startpunkt der Griechenland Motorradreise

Prost auf die Griechenland-Tour mit dem Motorrad
Brauerdenkmal Villach
0. TAG

=> Villach

Anreise und Vorabend in Villach

Vor der Tour steht natürlich erst mal die Anreise zum Startpunkt in Villach.

Du kannst individuell anreisen, oder Dich mit anderen Tourteilnehmern zur gemeinsamen Anreise verabreden. Die Telefonnummern Deiner Reisegenossen bekommst Du rechtzeitig vorab.

Außerdem gibt's Autoreisezüge der ÖBB von der Schweizer Grenze und Hamburg nach Villach. Bei sehr weiter Anreise vielleicht am entspanntesten. Und auch im Zug kann man ja gemeinsam mit anderen anreisen – und sich gerade da schon mal ein bisschen "beschnuppern".

Schließlich kannst Du Dein Moped auch auf Deinem Hänger nach Villach bringen. Dann solltest Du allerdings mit dem Deinem Villacher Hotel absprechen, ob und zu welchen Konditionen Du Auto und Anhänger während der Tour dort parken kannst.

Apropos Hotel Villach: Traditionell treffen wir uns am Abend vor dem offiziellen Tourstart zu einer kleinen, informellen Kennenlern-Runde. So kannst Du Dich bei einem Bierchen mit uns und der Truppe schon mal einstimmen.



 
Aufbruch nach Griechenland durch Sloweniens Karawankentunnel
Durch den Karawankentunnel.
Auf dem Weg nach Griechenland gehts duch Bunica in Kroatien
Nahe Bunica: Willkommen an der Adria!
Senje liegt auf der Route unserer Griechenland-Motorradreise
Senj: Und so geht das jetzt die ganze Zeit!
1. TAG: Mittwoch

Villach => Zadar

[ ca. 425 km ]

Durch Slowenien an die Adria / Jadranska Magistrala I

Heute fahren wir vom schönen Kärnten an die traumhafte Adria. Unsere Route führt uns erst mal durch den imposanten Karawankentunnel, dann quer durchs entzückende Slowenien und schließlich nach Kroatien.

In Kroatien verlassen wir die Fernstraßen und fahren nun und für die nächsten Tage eine der schönsten Küstenstraßen der Welt: Die Jadranska Magistrala.

Die 'von' Tito gebaute Adria-Küstenstraße ist bestens in Schuss und dank der im Landesinnern parallel gebauten Autobahn nun auch vom Fernverkehr entlastet. Viele Kurven, idyllische Dörfer, linker Hand hohe Berge und rechts die wunderbar blaue Adria. Willkommen im Motorrad-Paradies!

Immer an der Küste entlang erreichen wir so abends Zadar, wo uns das erste Highlight erwartet: Die Meeres-Musik der preisgekrönten Wasserorgel.

So lassen wir den Tag ganz relaxed mit Blick auf einen kleinen Hafen ausklingen und freuen uns, dass es morgen genauso weiter geht.

Fahren statt schippern:
Die Jadranska Magistrala statt Fährschiff

Man könnte den Weg nach Griechenland abkürzen. Man könnte an Kroatien, Montenegro, Bosnien und Albanien vorbei die Fähre nehmen.

Das machen wir auf unserer Reise ganz bewusst besser. Denn unser Weg nach Griechenland führt uns über die Jadranska Magistrala. Das ist die vielleicht schönste Küstenstraße der Welt. Sie führt uns die gesamte Adria-Küste fast immer am Meer entlang. Durch vier spannende Länder. Durch wunderbare Landschaften. Über tolle, kurvige Strecken. Herrliches Adria-Blau auf der einen, spektakuläre Berge auf der anderen Seite.

Die Anreise nach Griechenland ist für uns daher kein "notwendiges Übel" sondern ein ganz wesentlicher – und wunderschöner(!) – Teil unserer Reise. Ein einzigartig tolles Berg-Küsten-Kurven-Erlebnis, das wir auf keinen Fall für einen Tag in engen Schiffskabinen opfern!



 
Motorrad-Traumstrecke Makarska Riviera in Kroatien (Ex-Jugoslawien)
Südlich von Split: Die Makarska Riviera
Auf dem Weg durch Kroatien kündigt sich Griechenland schon an.
Schon auf dem Weg nach Dubrovnik
wirft Hellas seine Schatten voraus...
Unsere Griechenland-Motorradtour führt auch ein Stück durch Bosnien-Herzegowina.
... aber zuvor geht's doch noch erst mal ein Stück durch Bosnien-Herzegowina.
2. TAG: Donnerstag

Zadar => Dubrovnik

[ ca. 365 km ]

Blau, blau, blau ist die Adria / Jadranska Magistrala II

Zweiter Tour-Tag. Und auch: Zweiter Adria-Tag.

Nur dass heute der gesamte Tag der wunderbaren Jadranska Magistrala gehört.

Und das ist durchaus abwechslungsreich. Denn zwischendurch verlassen wir 🇭🇷 Kroatien und queren Bosnien. Und zwar dort, wo sich beim Zerfall Jugoslawiens der neu entstandene Staat 🇧🇦 Bosnien und Herzegowina seinen einzigen Seehafen gesichert hat.

Das kleine Gebiet um die Hafenstadt Neum ist nämlich eine kleine Landzunge des ansonstigen Binnenlandes. Sein Korridor zum Meer trennt allerdings Nord-Kroatien von der Region um Dubrovnik.

Also für einige Kilometer raus aus Kroatien, um ganz offiziell durch Bosnien zu biken. Dort freuen wir uns über den recht günstigen Sprit. Und wir begegnen einer alten Bekannten aus längst vergangenen Zeiten: Der Mark. Denn tatsächlich: Bosnien hatte zunächst wirklich die Deutsche Mark als Zahlungsmittel und hat die D-Mark dann, als Deutschland den Euro einführte, zur "Konvertiblen Mark" umgewandelt. Und so ist der Kurs der Konvertiblen Mark exakt der Umtauschkurs der DM zum EURO.

Nach diesem ökonomisch interessanten Intermezzo wenden wir uns wieder unseren eigentlichen Aufgaben zu: Kurven, Wasser und Berge genießen. Denn das geht im südlichen Teil Kroatiens genauso gut wie bislang im Norden. Dabei wirft, siehe Bild, Hellas nun schon deutlich seine Schatten voraus. Denn auch hier haben die alten Griechen gelebt und geliebt. Und Spuren hinterlassen, die man heute stolz präsentiert.

So erreichen wir nach zwei Grenzübertritten (Kroatien – Bosnien/Herzegowina – Kroatien) am Abend Dubrovnik.

Wer nun noch Lust, Laune und Energie hat, macht einen Stadtbummel durch diese Perle an der Adria. Die man freilich auch trefflich bei einem kühlen Blonden oder einem guten Glas Wein von oben genießen kann.



 
Mit dem Motorrad fahren wir um die Bucht von Kotor in Montenegro herum.
Die Bucht/en von Kotor
Erst der Satellit offenbart die wahre Pracht ...
Gemälde der Bucht von Kotor in Montenegro.
... und das historische Gemälde
wenigstens annähernd die Schönheit.
Mit dem Motorrad fahren wir an der feinen Albanischen Riviera entlang.
Auf dem Weg nach Vlorë:
An der feinen Albanischen Riviera.
3. TAG: Freitag

Dubrovnik => Shkodra

[ ca. xxx km ]

Der Adria-Genuss geht weiter: Jadranska Magistrala III

Drei Länder stehen heute auf dem Programm: Kroatien, das wir nach Dubrovnik nun endgültig verlassen, Montenegro, das wir an der Küste lang durchqueren und schließlich Albanien, wo Shkodra (sprich "Wlohräh") unser Tagesziel ist.

Also erst mal über die Grenze nach 🇲🇪 Montenegro, das uns mit einem echten Highlight erwartet: Die zauberhafte …

Bucht von Kotor. Hier geht es uns wie so oft: Fotos und selbst Videos können nur sehr bruchstückhaft wiedergeben, wie schön es da ist. Eigentlich handelt es sich ja nicht nur um eine, sondern um gleich drei Buchten, die das südlichste Fjordsystem Europas bilden. Nirgendwo reicht ein Arm der Adria weiter in dieses Karst-Gebirge hinein. Nun könnten wir abkürzen und vor der innersten Bucht die Fähre nehmen. Aber warum?!? Wir nehmen uns die Zeit, das Ensemble einmal komplett zu umfahren. Weil wir Urlaub haben. Und weil es sich lohnt.

Nach weiterer schöner Küstenfahrt auf "unserer" Jadranska Magistrala nun der zweite Grenzübertritt und das dritte Land des Tages: 🇦🇱 Albanien. Hier erreichen wir unser Tagesziel Shkodra.



Albanische Straßen sind auch für eine Motorradtour gut geeignet.



Albanische Straßen sind besser als ihr Ruf

Wie über die meisten Länder gibt es auch über Albanien reichlich falsche Schauergeschichten.

Meistens stammen Äußerungen wie "Die Straßen kannste vergessen." von Typen, die nie dort gewesen sind. Oder, schlimmer noch: Von Möchtegern-Weltreisenden, die sich mit solchen Schauergeschichten selbst wichtig machen wollen. Wir können aus eigener Erfahrung berichten:

Die albanischen Straßen sind viel besser als ihr Ruf!

Insbesondere, weil in letzter Zeit sehr viel gebaut und erneuert worden ist. Mitunter hat man wegen der jede deutsche Norm toppenden Ausstattung neuer Straßen mit Reflektoren, Leitplanken, Rüttelstreifen und ähnlichem schon das Gefühl, nicht mehr auf einer Straße, sondern geradezu auf einer Landebahn zu fahren.

Und noch etwas aus eigener Erfahrung: In Albanien wird oft deutlich langsamer gefahren, als wir das aus Deutschland (und erst Recht aus Kroatien und Griechenland) gewohnt sind. Auch die Geschwindigkeitslimits sind niedriger.

Wo wir in Deutschland an Landstraßen-Kreuzungen 70 km/h kennen, sehen wir in Albanien 40 km/h. An die hält sich zwar niemand sklavisch, aber es geht doch erkennbar langsamer zu. Vermutlich liegt das daran, dass bis zum Ende des Steinzeit-Kommunismus in den 1980ern private Kraftfahrzeuge weitgehend verboten waren. Jedenfalls scheinen auch heute noch viele Albanische Lenker recht unsicher zu sein – und fahren entsprechend langsam.



 
Mit dem Motorrad fahren wir an der feinen Albanischen Riviera entlang.
Auf dem Weg nach Vlorë:
An der feinen Albanischen Riviera.
4. TAG: Samstag

Shkodra => Vlora

[ ca. xxx km ]

Der Albanische Tag

Um in Albanien auf vernünftigen Straßen zu fahren und "Kilometer zu machen", verlassen wir für einige Zeit die Küste und fahren (Achtung: Irreführung) "Autobahn". Oder das, was man in Albanien so nennt. Denn auf albanischen "Autobahnen" gibt es Ampeln, Kreisverkehre, jede Menge Fußgänger, Eselskarren – und gar nicht selten auch mal ein auf dem Standstreifen entgegenkommendes Moped. Nun verstehen wir das Limit von 90 km/h. Wir bleiben gelassen, genießen die Bilder und werden bei der Rückkehr an die Küste auch belohnt. Dort beglückt uns nämlich die feine …

Albanischen Riviera, die wir den Rest des Tages entlang fahren, bis wir weit im Süden unser Tagesziel erreichen: Unser Heim ist für heute liegt an der Straße von Otranto, der mit gut 70 km schmalsten Stelle des Mittelmeeres zwischen Albanien und Italien. Für die nette Hafenstadt gibt es gleich drei Schreibweisen gibt: Vlore, Vlora, landessprachlich korrekt aber Vlorë. Aber bitte immer mit weichem „V“. Also wie Violine, Vase oder Vagabund: Vlorë = „Wlohräh“.



 
Mit dem Motorrad über den Der Llogara-Pass in Albanien.
Bei gutem Wetter Sicht bis Korfu:
Der Llogara-Pass
Mit dem Mopped zu Besuch bei Ali Pascha – Die Dreiecksfestung in Porto Palermo ist auch mit dem Motorrad gut zu erreichen.
Auch ein Bunker. Aber was für einer:
Das Ali‑Pascha‑Kastell.
Nicht nur für Motorradfahrer einer der sehenswertesten Plätze in Albanien: Die Ruinenstadt Butrint ist UNESCO-Weltkulturerbe
Ruinenstadt Butrint – UNESCO-Weltkulturerbe
und einer der sehenswertesten Orte Albaniens
5. TAG: Sonntag

Vlora => Preveza

[ ca. 270 km ]

Aus Albanien nach Griechenland hinein

Heute fahren wir weiter die Albanische Riviera entlang. Die albanische Küstenstraße ist zwar kein offizieller Teil der Jadranska Magistrala, aber ihre natürliche Fortsetzung. (Albanien wollte sich in den 1950ern ja mal an Jugoslawien anschließen.)

Die Route über den Llogara-Pass ist einer der schönsten auf unserer Tour. Zwischen einen Anderthalb- und einen Zweitausender-Gipfel geht es über einen tausender Pass, der gerade mal 3.000 Meter Luftlinie vom Wasser entfernt liegt: Toller Blick aufs Meer und über die Albanische Riviera. Bei gutem Wetter sehen wir 50 Kilometer weit – bis nach Korfu.

Kurz nach dem Pass kennen wir einen verlassenen Bunker, dessen Geschützstellung unter einen "normalen" Haus getarnt lag, das heute kunstvolles Graffiti ziert. Ganz Mutige können in den Geschütztunnel steigen und das Haus durch den ehemaligen Fluchttunnel unterqueren. Das können wir uns aber auch für die Rückfahrt aufheben, denn hier kommen wir wieder vorbei.

Mit ein bisschen Glück können einen Blick auf jene Sowjetischen U‑Boote werfen, die Albanien den Russen kurzerhand abnahm, als es sich von der UdSSR abwandte. Auf jeden Fall sehen wir von der Straße aus den über einen halben Kilometer langen U‑Boot‑Tunnel. Den haben dann nämlich Albaniens neue Freunde (die Chinesen) für die geklauten Schiffe gebaut.

Zu sehen ist dessen Eingang auch vom Dach des beindruckenden Ali‑Pascha‑Kastell. Bei den letzten Besuchen konnten wir diese raffinierte Dreiecksfestung, die bestens erhalten und wunderschön ist, sogar ganz alleine durchstöbern.

Je nachdem, wie wir in der Zeit liegen, heben wir uns Ali Pascha aber auch für die Rückfahrt auf und schauen uns dafür etwas später noch etwas Größeres an. Denn im weiteren Verlauf unserer heutigen Route liegt die Ruinenstadt Butrint. Das UNESCO-Welterbe liegt wunderschön auf einer kleinen Halbinsel. Danach setzen wir mit einer etwas abenteuerlichen Fähre die 75 Meter zum anderen Meeresufer über.

Ein kleiner Grenzübergang in den Bergen bringt uns schließlich nach: 🇬🇷 Hellas – Willkommen in Griechenland! Wir kurven einmal um Igoumenitsa, Griechenlands großen Adria-Fährhafen herum, folgen weiter der Küste und landen schließlich in Preveza.



Herausforderung, nicht nur für Biker: In Griechenland gibt es mehrere Transkriptions-Systeme.
Drei verschiedene Transkriptionen

Die Schreibweise griechischer Ortsnamen

Mit den griechischen Ortsnamen ist das so eine Sache. Meistens gibt es mehrere Schreibweisen.

Schon der Variantenreichtum im Griechischen selbst ist groß. Das liegt zunächst mal daran, dass griechische Orte ein Geschlecht haben ("der" oder "die"), machmal mit und manchmal ohne Artikel (im Griechischen ins Wort integriert) zu benutzen sind, und dann stehen einige auch noch im Plural. Hinzu kommt, dass bis weit in die 1990er Jahre zwei griechische Sprachen im Gebrauch waren. Die sogenannte "reine Sprache" (Katharevousa / Καθαρεύουσα) und die neugriechische "Volkssprache" (Dimotiki / δημοτική).

Richtig lustig wird's aber erst bei der Transkription in lateinische Buchstaben. Auch in Griechenland gibt es keinen verbindlichen Standard zur Transkription in Lateinschrift. So gibt Orte, für die fünf und mehr Schreibweisen existieren. Und natürlich macht es jede Karte und jedes Navi anders. Und oft findet man sogar in ein und demselben Buch gleich mehrere Varianten.

Wir halten es so: Bei bekannten klassisch/antiken Namen wie Sparta, Epidauros oder Delphi bleiben wir bei dem, was für deutsche Ohren vertraut klingt. Ansonsten versuchen(!) wir, Navigationsgerät‑verständliche Namen zu finden und zu nutzen – und verwenden für uns selbst möglichst griechisches Buchstaben.



 
Im Sommer statt Autos lieber Motorräder!
Winterliche(!) Abendstimmung bei Preveza.
Denn im Sommer machen wir das Foto mit Moped!
Über die Brücke Rio-Antirio setzten wir mit den Motorrädern vom griechischen Festland auf die Peleponnes über.
Wunderschön rüber auf die Pelponnes:
Die Rio-Andirrio-Brücke.
Besinnlicher Moment der Einkehr auf unserer Griechenlandreise - Das Mahnmahl für das deutsche Wehrmachts-Massacker in Kalavryta
Das Mahnmal von Kalavryta
Trauer – und dann Hoffnung statt Hass:
"NIE WIEDER KRIEG" und "FRIEDEN"
6. TAG: Montag

Preveza => Olympia

[ ca. 365 km ]

Von der Festlandsküste auf die Peloponnes und in die Berge

Den heutigen Tag beginnen wir mit dem letzten Stück Festland. Noch einmal genießen wir die Adria-Küste.

Hinüber auf die (manche sagen auch den) Peloponnes gelangen wir über ein spektakuläres Bauwerk: Die Rio-Andirrio-Brücke. Lange hielt man es schlicht für unmöglich, die 2,5 Kilometer breite und 65 Meter tiefe Meerenge ohne stabilen Boden hier im Erdbebengebiet mit einer Brücke zu überwinden. Doch 2004 gelang das technische Meisterwerk, und wurde preisgekrönt. Wir meinen: Schon für ihre Schönheit hätte die Brücke einen Preis verdient.

Deswegen können wir (allerdings nur, wenn wir wirklich sehr gut in der Zeit liegen) nicht über die Brücke, sondern parallel dazu mit der Fähre fahren, um die sie in voller Pracht und mit Ruhe bestaunen zu können.

Danach cruisen wir ein bisschen den Golf von Korinth entlang, um dann in die phantastische Vouraikos-Schlucht abzubiegen. Nachdem wir uns in einer netten Taverne mit Blick durch die Schlucht bis hinunter zum Meer gestärkt haben, geht es dann weiter in die Berge nach …

Kalavryta, dessen Mahnmal eine eher leise und besinnlichen Station unserer Reise ist. Es steht am Ort eines Massaker der Wehrmacht, die hier am 13. Dezember 1943 alle Jungen und Männer im Alter von 15 bis 65 ermordete. Nach diesem Moment der Einkehr nehmen wir seine so hassfreie, versöhnliche und zuversichtliche Botschaft „NIE WIEDER KRIEG“ und „FRIEDEN“ mit auf den zweiten Teil unserer Berg-Etappe. Die führt uns über viele kleine Straßen und durch idyllische Bergdörfer. Und bringt uns am Abend eines langen Tages nach Olympia.

Morgen ist auch noch ein Tag,

sagt der griechische Volksmund. Daran halten wir uns, lassen den Tag ausklingen und vertagen das Thema Sport beim Stiefelbier gelassen auf morgen.



GESCHICHTE AMÜSANT
Die Olympischen Spiele der Antike

Hier eine kleine und überaus amüsante Geschichtslektion.

Ein kurzer, netter Animationsfilm über das Antike Olympia
und die Entwicklung der Olympischen Spiele.

TIPP:
In den Einstellungen kann man die deutschen Untertitel aktivieren. Und um die Untertitel gut lesen zu können, einfach rechts unten auf „fullscreen“ klicken.

SPIEGEL 2014/32

DER SPIEGEL
Antikes und modernes Olympia

Körperkult im heiligen Hain.

Wagenrennen wie bei „Ben Hur“, Ringer, die mit Fleischmast dopten, tote Boxer – Archäologen enthüllen die Urgeschichte des Sports. Das Kräftemessen in Olympia, so zeigt sich, trug maßgeblich dazu bei, dass unter der griechischen Sonne ein neuer, moderner Typ Mensch entstand.
=> Artikel lesen

Schwungeisen für Herkulesse

Kölner Sportwissenschaftler stellten mit
heutigen Spitzenathleten antike Wettkämpfe nach.
=> Artikel lesen



 
In unserem Griechenland-Motorradurlaub besichtigen wir auch das antike Olympia.
So sah's damals aus ...
Mit dem Motorrad kannn man ganz nah an das antike Olympia heranfahren.
... und noch heute wird am Tempel der Hera ...
Das olympische Feuer wird alle vier Jahre von jungen hübschen Frauen entzündet.
... das Olympische Feuer von Grazien entzündet.
7. TAG: Dienstag

Olympia

[ 10 km ]

Zur Entspannung: Sportliche Kultur besichtigen

Nachdem wir in den letzten Tagen doch relativ viele Kilometer "geschrubbt" haben, sind wir nun richtig in Griechenland angekommen.

Da gönnen wir uns doch erst mal ein bisschen Auszeit:

Genüssliches – heute gerne auch spätes – Frühstück und ein Vormittag zum Erholen. Das macht dann auch besichtigungstechnisch Sinn, denn Vormittags ist Olympia mit großen Touristenmengen von Kreuzfahrtschiffen überflutet. Die sind dann am Nachmittag weg. Und genau dann ist (bei sinkender Sonne(!) – der ruhigere Nachmittag für uns ideal, um ganz entspannt das antike Olympia für uns zu erkunden.

Das antike Olympia gehört nun ganz sicher zur Kategorie "Muss-man-gesehen-haben". Muss man das erklären? – Vielleicht ja. Denn Olympia war nicht nur alle vier Jahre Schauplatz der Olympischen Spiele (Bitte, bitte: Eine Olympiade ist der Zeitraum zwischen zwei Olympischen Spielen, auch wenn Sportjournalisten das noch so oft verwechseln!). Hier wurde auch richtig Politik gemacht. Der „Olympische Frieden“ während der Spiele war weniger ein netter, gutgemeinter Brauch. Sondern ein ganz praktisches politisches Instrument: So konnten die Staatsdelegationen, die während der Spiele Verträge, Bündnisse und Abkommen schlossen, sicher an- und abreisen. Was wiederum sicher stellte, dass Eingeladene auch zum Verhandeln kamen und nicht etwa aus Furcht erst gar nicht anreisten.

Und dann stand in Olympia ja auch noch das siebte Weltwunder:
Die Zeus-Statue des Phidias von Olympia.



Selbst für Biker im Motorrad-Urlaub beeindruckend: Zeus-Statue des Phidias in Olympia
Wahrhaft übermenschlich:
Zeus in Olympia.

Wo stand eigentlich …
Das siebente Weltwunder

Auch in der Antike gab es schon Reiseführer. Griechische, natürlich. – Und in einem solchen nannte Antipatros von Sidon im 2. Jhd. v. Chr. erstmals „die sieben Sehenswürdigkeiten der bewohnten Erde“.

Die ursprünglich dazugehörigen, aber schon zerstörten Mauern von Babylon strich er aber aus zugunsten des Leuchtturms von Alexandria aus der Liste. Heute existiert ohnehin nur noch die Pyramiden.

Wir werden uns in Olympia einfach mal ansehen, wo Zeus (die „Nummer 7“) gesessen und wo er gebaut worden ist. Auch das ist schon wirklich eindrucksvoll. Und es vermittelt eine Ahnung, warum es in der Antike hieß: „Auch eine vernunftlose Kreatur müsste der Anblick des Zeus erschüttern.“

(1) Die hängenden Gärten von Babylon
(2) Der Koloss von Rhodos
(3) Das Grab des Königs Mausolos II. zu Halikarnassos
(4) Der Leuchtturm vor Alexandria
(5) Die Pyramiden von Gizeh
(6) Der Artemis-Tempel in Ephesos
(7) Die Zeus-Statue des Phidias in Olympia 


 
Der Apollon-Tempel in Bassai steht dem Parthenon auf der Akropolis in Athen in nichts nach
Sieht aus wie auf der Akropolis …
Mit dem Motorrad fahren wir nicht nach Athen, aber zur
… und ist ja auch vom gleichen Architekten.
Motorradreise zu Christos Kunst - verpackter Griechischer Apollo-Tempel in Bassae.
Und sieht momentan aus wie von Christo verpackt.
8. TAG: Mittwoch

Olympia => Porto Vitilio

[ ca. 290 km ]

Durch die Berge auf die wilde Mani

Auf gut gewählten Straßen und Sträßchen geht's heute kreuz und quer durch die südwestliche Peloponnes bis runter auf den mittleren der drei großen Finger: Die wilde Mani.

Noch am Vormittag erreichen wir in Bassai auf 1.100 Meter Höhe ein ganz besonderes Highlight: Den Apollon-Tempeldes Architekten der Athener Akropolis.

Iktinos hatte vorher schon für die Athener das Parthenon gebaut. ("Akropolis" heißt der Oberstadt-Hügel, nicht der Tempel). Hier, mitten im Nirgendwo, wurde er von den dankbaren Bewohnern des nahen – und nahezu unaussprechlichen – Phigaleia beauftragt. Denen hatte Apollon während des Peloponnesischen Krieges eine Heilpflanze gezeigt und sie so vor der Pest bewahrt. Am Tempel für Apollon Epikourios („der heilende Apoll“) durfte sich Iktinos nun zwischen 430 und 420 v. Chr. künstlerisch ausleben. Ambitioniert kombinierte er alle drei Säulengattungen: dorische und ionische und korinthische. Wobei die korinthische in Bassai erstmals verwendet wurde. Innovativ war er also auch noch.

Innovativ zeigen sich auch die griechischen Archäologen. Um den Tempel während der Restauration zu schützen, ist er momentan ganz im Stile Christos verpackt. Ein Brückenschlag von der klassischen Antike zur modernen Kunst.

Aus den Bergen heraus biken wir ein letztes Mal zur Westküste runter und verabschieden uns gebührend von der Adria. Dann fahren dann wieder quer durchs Gebirge ostwärts zum Eingang der Mani, wo wir kurz vor unserem Tagesziel noch das „Alexis Zorbas Dorf“ passieren.



Filmtipp: Griechische Seele
Der Original-Trailer.
Zorba - Station auf der Griechenland-Motorradreise


Die berühmte Schlussszene:
Zorba's Dance – Der Sirtaki.
Alexis Sorbas („Zorba the Greek“)

Von den vielen Möglichkeiten, sich auf Hellas einzustimmen, ist dieses cineastische Meisterwerk vielleicht die beste: Anthony Quinn spielt Zorba, den Griechen, so hinreißend, so inbrünstig und mit einer solchen Urgewalt, dass der Film auch heute noch als – authentische – Einführung in die griechische Seele gelten darf. Und zwar inklusive ihrer dunklen Seiten.

Tatsächlich passieren wir bei Stoupa das Dorf Prastova, wo der Schriftsteller Nikos Kazantzakiszusammen mit einem Freund 1916/1917 – recht erfolglos – ein Bergwerk betrieb. Um so erfolgreicher wurde 30 Jahre später sein Roman „Alexis Sorbas“ – ein Weltbestseller. Seinem Freund, dem Vorarbeiter Georgios Zorbas, setzte er darin mit der Figur des Alexis Zorbas ein Denkmal.

Die unvergessliche Verfilmung mit Anthony Quinn und der Musik von Mikis Theodorakis, die wie das Buch auf Kreta spielt, wurde mit 3 Oscars ausgezeichnet. Und wurde selbst Teil der griechischen Kultur: Um dem – laut seiner Autobiographie aufgrund eines gebrochenen Fußes – tänzerisch etwas eingeschränkten Anthony Quinn griechische Fünfviertel-Takte zu ersparen, wurde für die berühmte Schlussszene extra ein neuer Tanz erfunden. Und ausgerechnet dieser „Zorba's Dance“ gilt heute Inbegriff griechischer Tänze: „Sirtaki“ übersetzt Tänzchen (zu „Syrtos“, der traditionellsten Art griechischer Volkstänze).



 
Glyfada-Tropfsteinhöhle von Pyrgos Dirou - besucht mit Motorradfahrern auf der Griechenlandtour
Wir schippern durch den Berg.
Wir besuchen die Piratenbuch von Porto Kagio in Griechenland mit dem Motorrad
Die Piratenbucht Porto Kagio.
Die griechische Motorrradtour führt und auch nach Sparta.
Mystras – Griechenlands Burg der Burgen.
9. TAG: Donnerstag

Porto Vitilio => Mystras

[ ca. 180 km ]

Von den schwer bewaffneten Manioken zu den Spartanern

Gestern erreicht, heute wird sie erkundet: Die wilde Mani. Der „Mittelfinger“ der Peloponnes ist wirklich so ganz anders. Wild und rau – wie seine Bewohner, die Manioken. Die wohnen traditionell in Türmen, auf deren Dächern Kanonen stehen. Nicht nur zur Ortsverteidigung, sondern auch für Meinungsverschiedenheiten mit dem Nachbarn. So musste in Kitta noch 1870 die griechische Arme samt Artillerie(!) anrücken, um eine solche Vendetta mittels zu beenden.

Wenn's später so hitzig wird, wollen wir den Tag doch mit einer kleinen Abkühlung zu starten. Die finden wir – wenn wir denn früh genug aufstehen – auf morgendlicher Bootsfahrt dort, wo die alten Griechen den Eingang zur Unterwelt vermuteten: In der unterirdischen Höhlenschlucht bei Pyrgos Dirou.

Bestens erfrischt geht's nun zum Südkap der Peloponnes. Schon die Fahrt zum Kap Tenaro ist wunderschön, und dann liegt am zweit-südlichsten Punkt Europas (nach Gibraltar) da noch dieser wunderbaren kleiner Tempel. Man möchte einen Kaffee nehmen, doch... noch besser schmeckt uns der in der idyllischen Piratenbucht Porto Kagio.

Danach weiter die nun östliche Küste hinauf, entern wir mittags die schöne Hafenstadt Gythio, nehmen unseren Lunch an der Uferpromenade und fahren sodann wieder landeinwärts. Dort erreichen wir nachmittags unseren Zielort und schauen uns die beeindruckende byzantinische Burganlage und Ruinenstadt Mystras ganz in Ruhe an, um abends (bei Energie-Überschuss gerne auch nach einem Abstecher ins alte Sparta) in deren Schatten nett einzukehren.



Auf unserer Griechenland-Motorrad-Reise interessierte uns auch die klassiche Säulenordnung: Dorisch - Ionisch - Korinthisch.

Wie war das noch?
Die Säulenordnung …

… ist wirklich ganz einfach:

DORISCH – ist die direkt.
IONISCH – ist doppelt iinteressant.
KORINTHISCH – ist kompliziert.



 
Theater von Epidauros - Ein Highlight der Motorrradtour nach Griechenland.
Nur ein Teil von Epidauros: Das Theater.
Amüsant-informativer Film über Sparta (5min/UT)
Griechenland-Tour Motorrad: Das berühmte Löwentor von Mykene
Das berühmte Löwentor von Mykene.
10. TAG: Freitag

Mystras => Epidauros

[ ca. 200 km ]

Berge, Küste und das beste Theater der Welt

Gleich zu Tagesbeginn haben wir heute die Wahl: „Gemütlich“ oder „volles Programm“. Wir können nämlich das alte Sparta mitnehmen. Bekanntlich bestanden dessen Mauern ja nicht aus Steinen, sondern aus den tapferen Kriegern. Aber auch die spartanischen Hopliten mussten ja irgendwo wohnen, baden, feiern … Und das kann man sich heute noch ganz gut anschauen.

Mit oder ohne Ruinenabstecher führt uns unser Weg jedenfalls quer durchs Gebirge gen Osten. Hier zeigt uns die Peloponnes ihre schönste Küste. Und genau die fahren wir nordwärts hinauf und erreichen nachmittags Epidauros, das vermeintlich und zumindest akustisch beste Theater der Welt. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Wenn überhaupt.

Denn tatsächlich war die Kultstätte für den Heilgott Asklepios ein wahrhaft ganzheitliches Therapiezentrum. Menschen mit Beschwerden wurden hier umfassend behandelt. Nicht nur von Ärzten, sondern auch von Künstlern.

Dazu gehörte, einen besonderen (wohl mit Substanzen geförderten 😉) Schlaf zu genießen, um hernach mit seinem Therapeuten über das Geträumte zu sprechen. Auf dass dieser es deutete und einen entsprechenden Behandlungsplan erstellte. Der beinhaltete neben dem Lesen und Rezitieren von Gedichten, Sport, Bädern und allerlei anderen „Anwendungen“ dann auch der Genuss von Kunst. Und zwar von richtig guter. Wofür man natürlich ein richtig gutes Theater brauchte. Das beste halt. Na, dann schau'n wir mal …

* Schon wieder ein Sternchen: Willkommen im Kleingedruckten. Ja, auch heute haben wir eine Verwendungs-Option für gegebenenfalls überschüssige Zeit und Energie. Wir können auch noch einen Schlenker über das bedeutende Mykene machen.



Basis-Reise-Wortschatz | Griechisch - Deutsch
Im Deinem RoadBook für diese Tour
findest Du auch die Route ins Herz der Griechen.

Gast-Freundlichkeit
Ein bisschen Respekt

Als Reisende sind wir Gäste. Und wir erfahren Gastfreundlichkeit.

Das Wort hat für uns aber auch noch eine zweite Bedeutung. Gastfreundlichkeit ist keine Einbahnstraße. Es meint auch die Freundlichkeit von uns als Gästen.

Um die und unseren Respekt gegenüber dem Gastland zu zeigen, gibt es einen einfachen Weg. Einen guten zumal, denn er führt direkt in die Herzen unserer Gastgeber:

Einfach ein paar Worte der Sprache lernen.

Man braucht gar nicht viele. Und es kommt auch nicht darauf an, ob man das nun perfekt ausspricht. Es zeigt einfach Respekt. Der wird verstanden – und mit Freundlichkeit erwidert.

Gastfreundlichkeit eben.


  • Im unserm RoadBook findest Du deshalb die wichtigsten Wörter.


 
Besonders interessant für Motorradfahrer– Der Kanal von Korint liegt auf unserer Route in Griechenland.
6 Kilometer schnurgerade durch den Fels geschnitten:
Der Kanal von Korinth
Senkbrücke als Sonderprüfung der Griechenland-Motorrad-Tour.
Hier heißt es nicht Schiffe versenken,
sondern Brücke versenken.
Heraion von Perchora = Die Hera-Kultstätte am Golf von Korinth - Ein POI auf unserer Motorradreise in Griechenland
Kult- und Raststätte mit eigenem Hafen:
Das Heraion
11. TAG: Samstag

Epidauros => Delphi

[ ca. 280 km ]

Über den Kanal von Korinth zum Orakel von Delphi

Erstes Ziel des Tages ist der Kanal von Korinth. Ein spektakuläres Bauwerk: Sechs Kilometer schnurgerade durch den Feld geschnitten. Und an seinen Enden mit versenkbaren Brücken versehen. Das schauen wir uns an und haben dabei auch noch Augen für die Überreste des alten Schiffskarrenweg, mit dem im Altertum die Schiffe über die heute getrennte Landenge gezogen wurden (siehe Kasten).

Nachdem wir eine der Senkbrücken überquert haben, bleiben wir am Golf von Korinth und fahren – mal wieder – etwas abseits der üblichen Routen. Auf wunderbaren kleinen Straßen steuern wir Kap Melangavian, das so ansehnlich in den Golf von Korinth hineinragt.

Am Kap erwartet uns ein malerischer Leuchtturm. Und in der Bucht darunter das sehenswerte und von der Klippe eben auch gut zu sehende Heraion von Perachora(engl.:).

Hübsch am Wasser gelegen und mit eigenem kleinen Hafen entwickelten die Priester hier ein prima Geschäftsmodell: Auf dem Weg vom oder zum anstrengenden Schiffskarrenweg über den Isthmus machten Schiffe hier einen Zwischenstopp und brachten als eine Art Wegezoll jede Menge Opfergaben. Offenbar wurden die Seefahrer hier auch ganz gut bewirtet. Jedenfalls gab es entsprechende Einrichtungen: Die Überreste einer fulminanten Gasthalle, einer mächtigen Zisterne (Trinkwasser im Sommer!) und einer Großküche sind heute noch gut zu erkennen.

Vom Kap aus führt unsere Route noch eine Weile innen den Golf von Korinth entlang, bevor wir uns dann wieder in die Berge aufmachen. Dort erreichen wir schließlich das Orakel von Delphi.

Doch dafür ist morgen Zeit. Jetzt genießen wir erst mal unser Stiefelbier und einen schönen Abend in den Bergen.



;it dem Reise-Motorrad von der Peleoponnes über den Kanal von Korinth auf das Griechische Festland.
Der Kanal von Korinth.
Sprung über den Kanal von Korinth - interessant auf der Reise mit dem Motorrad durch Griechenland
Der Kanalsprung
des australischen Stunt-Motocrossers
Robbie Maddison (2010)

SPEKTAKULÄRER SCHIFFSWEG
Der Kanal von Korinth

Das spektakuläre Bauwerk trennt den Isthmus (Landbrücke), der die Peloponnes mit dem griechischen Festland verband – und macht sie zur Insel.

Sechs Kilometer misst die schnurgerade durch den roten Fels geschnittene Strecke vom Saronischen Meerbusen zum den Golf von Korinth. Schiffen sparen so rund 400 km Seeweg um Kap Malea, also mehr als eine Tagesreise.

Die naheliegende Idee einer Abkürzung wurde schon in der Antike mit einem Schiffskarrenweg umgesetzt. Man zog die Boote über eine Art Schiene/Straße über Land. Und so sind Überreste dieses mächtigen „diolkos heute noch (beziehungsweise wieder) sichtbar.

Auch für einen Kanal gab es schon in der Antike Pläne, doch scheiterte so mancher, selbst Alexander der Große und Nero. Mal an technischen Schwierigkeiten, mal wegen der Befürchtung, eines der beiden Meere könnte durch den Kanal das andere fluten. Und bei Nero war es schlicht sein Tod, der die Bauarbeiten zum erliegen brachte. Denn seinem Nachfolger war das Projekt schlicht zu teuer.

Erst 1881-93 planten und bauten ungarische Ingenieure die 25 Meter breite künstliche Schlucht mit bis zu 80 Meter hohen Wänden. Ihnen zu Ehren stehen am griechischen Kanal Gedenktafeln in ungarischer Sprache.

Als Kanal für moderne Großschiffe längst zu klein geworden wird sie gleichwohl auch heute noch recht stark genutzt. Bei der Passage fahren die jährlich rund 11.000 Schiffe dabei nicht nur unter, sondern an den beiden Enden auch über zwei Senkbrücken, die zwecks dessen im Wasser des Kanals untertauchen.

Dass man, insbesondere per Motorrad auch anders über den Kanal kommt, zweigte 2010 der australische Motocrosser Robbie Maddisonmit seinem spektakulären und rekordträchtigen Kanalsprung (siehe Video).



 
Motorradfahrer bestauenen das Orakle von Delphi in Griechenland.
Das Beratungszentrum DELPHI
über 1000 Jahre Mittelpunkt der Welt
Der Athena-Tempel in Delphi ist ein besondere Shenswürdigkeit unserer Motorradreise nach und in Griechenland.
Heiligtum der Athena Pronaia
Meistfotografiert, war aber nicht die Orakelstätte
und lag auch etwas abseits des Hauptgeländes.
Knapp einstündige ZDF-Doku:
Terra X - Das Delphi Syndikat.
Omphalos in Delphi = Der Nabel der Welt - besucht mit Bikern auf der Griechenland-Motorradreise
Man war der Mittelpunkt der Welt – und zeigte es auch:
Der Omphalos (Nabel der Welt).
12. TAG: Sonntag

Delphi => Volos

[ ca. 220 km ]

Quer durchs Festland zur wunderbaren Pilion-Halbinsel

Der heutige Vormittag gehört dem Orakel von Delphi.

Doch halt! – Schon der üblicherweise verwendete Name ist irreführend. Er lässt uns an eine verrückte „Seherin“ denken, die berauscht von Gasen oder was auch immer wirre Sprüche faselte, auf die man sich dann einen Reim machte. Vergesst mal dieses putzige Bild einer durchgeknallten, vollgedröhnten Spinnerin. Delphi war – und zwar mehr als tausend Jahre lang – ein, wenn nicht das Machtzentrum der Welt.

Und das kam so ...

McKinsey und Fort Knox
Delphi – Beratungszentrum und Nationalbank

Priester sind und waren – auch – bei den alten Griechen geschäftstüchtige Leute. Man lebte nicht schlecht von den Opfergaben der Besucher. Um möglichst viele und zahlungskräftige anzulocken, musste man der „Kundschaft“ natürlich etwas bieten.

Ein großes Theater, ein Sportstadion, Bäder … – All das gibt es in Delphi. Aber eben auch woanders. Selbst ein Orakel war seinerzeit kein Alleinstellungsmerkmal.

Der besondere in Delphi war, was die Priester daraus machten. So gab zwar im Tempel wohl mehr oder weniger ekstatische Frauen (in der Werbung nur eine, die „Pythia“), die mysteriöse Sprüche von sich gaben. Nur bekam diese Dame/n kein Besucher je zu Gesicht. Die Sprüche wurden von den Priestern „gedeutet“, will heißen umformuliert. Und das sehr geschickt:

Der Haftungsausschluss
Alle Orakelsprüche wurden bewusst uneindeutig formuliert. Hielt der Beratene sich erfolgreich an den Rat des Orakels, stieg natürlich dessen Renommee. Hatte der Beratene Misserfolg, dann hatte er den Rat missverstanden.

Echte Expertise
Tatsächlich waren die Priester alsbald echte Experten. Heute würden wir sagen „Consultants“. Denn dadurch, dass Delegationen aus aller Welt mit ihren Problemen nach Delphi kamen und sie dort besprachen, hatten das Delphi-Team tiefen Ein- und guten Überblick über Weltgeschehen, Machtverhältnisse und Problemlagen. Man konnte also wirklich und gut zu beraten. Dazu kam die …

Vermarktung
Wenn man über tausend Jahre Markführer sein will, muss das Produkt top sein. Aber auch seine Vermarktung. In Delphi hieß das zunächst mal „hoher Freizeitwert“: Tolle Landschaft, Entertainment, Wellness, Sport, Kultur, Esoterik … – Aber auch:

Neutralität
Man hielt sich als Beratungszentrum strikt neutral und gehörte bewusst keiner Polis und keinem Bündnis an. Dafür bekam man von allen Stadtstaaten Sicherheitsgarantien und wurde schließlich sogar zur …

Nationalbank
Und das, obwohl es gar noch gar keine griechische Nation gab. Doch die Geld- und Goldreserven der großen Polei lagerten, selbst wenn diese sich gerade bekriegten, friedlich Seit an Seit in Delphis „Schatzhäusern“. (Das kommt einem jetzt doch irgendwie schweizerisch vor, oder?)

So. Genug „Politik“. Gefahren wird heut auch noch. Und zwar traumhaft durch die Berge zurück an die Ostküste. Nach Volos am Eingang zur Pilion, auf die wir uns für morgen freuen.



 
Aus der Luft sieht man die Motorrad-Traumstrecken auf der griechischen Halbinsel Pilion.
Hier isses einfach richtig schön.
Mit dem Motorrad zum Strand – Biker-Urlaub in Griechenland.
Und deshalb drehen wir hier eine schöne Runde.
Motorrad-Traumstrecken durch wunderbare Natur auf der Griechenland-Motorradtour über die griechische Halbinsel Pilion.
Natur – Idylle – Schönheit.
Kann man fotografieren, muss man aber nicht.
Kann man nämlich auch gut einfach genießen.
13. TAG: Montag

Volos => Volos (Pilion-Rundfahrt)

[ ca. 200 km ]

Rundfahrt auf der Zauberhaften Pilion

So, in den letzten Tagen hatten wir reichlich Kultur. Heute ist zum Ausgleich einfach mal Natur dran.

Die Pilion-Halbinsel ist ein wahres Kleinod. Hohe Berge, kleine Täler, sonnige Küsten und üppigste Fauna und Flora. Das alles erleben wir auf kleinen Straßen, die immer wieder durch zauberhafte Bergdörfer und malerische Küstenörtchen führen.

Die Distanz von gerade mal 200 Kilometer (für den ganzen Tag) ist bewusst so gewählt, dass wir heute Freiraum haben. Wir können später starten und/oder zwischendurch auch mal für eine Stunde spontan einkehren, schwimmen gehen oder den lieben Gott einen guten Mann sein lassen und mal – schon ganz zu Griechen geworden – unsere Zeit zu nutzen, indem wir sie einfach gelassen verschwenden....

Griechisches Sprichwort auf der Motorradreise:

Denn, wie der Grieche sagt:

„Lass Dir mal Zeit, mein Junge,
Morgen ist auch noch ein Tag."



Farben-Freude
Alexandersarkophag (ca. 320 v. Chr.)
Griechische Tempel waren bunt

Panzertorso (Athener Akropolis, ca. 470 v Chr.)
Skulptur der Phrasikleia (Merenda, um 540 v. Chr.)

Weiß auf weiß. So sehen wir heute die steinernen Reste der Antike. Häuser, Tempel, Statuen, Reliefe … schlicht, elegant – aber auch ein bisschen eintönig.

Vor allem aber: Das hat in der Antike ganz anders ausgesehen! Die Griechen trieben es wirklich bunt. Vom Tempel bis zum Standbild strahlte es in leuchtenden Farben.

Willst Du sehen? – Dann bewege einfach den Schieber auf dem Bild.

Oder schau es Dir in groß an:   =>   =>   =>



 
Motorradreise nach Meteora zu den James-Bond-Klöstern.
Wir fahren, wo schon James Bond spielte:
Mit dem Motorrad können wir nicht nach Athos - aber die Felsenklöster von Meteora sind mindesten spektakuärerr Bestandteil unserer Griechenlandtour.
Die spektakulären Felsen-Klöster von Meteora.
Biker auf den Spuren von James Bond. Mit dem Motorrad zu den und um die Meteora Felsenklöster in Griechenland.
Klosterleben
Erst in Schwalbenneter-Höhlen, dann auf Felsnadeln.
Schönes Foto, doch die Realität ist noch viel eindrücklicher.
14. TAG: Dienstag

Volos => Meteora

[ ca. 240 km ]

Am Olymp vorbei James Bond verfolgen

Heute lassen wir die schöne Pilion hinter uns und nehmen den Sitz der Götter ins Visier. Wir fahren Richtung Olymp. Also zunächst einmal zur Festlands-Ostküste und diese dann nach Norden hinauf. Kurz vor dem höchsten Gebirge Griechenlands biegen wir landeinwärts nach Westen ab und finden uns in einem Highlight der Tour wieder:

Das Tempe-Tal. Vom eigenen Scouten her wissen wir nämlich, dass es da diese wunderbare Straße jenseits der neuen, tunnellig- langweiligen Autobahn gibt. Also rauf auf die ehemalige Fernstraße und rein ins Vergnügen. Das Tal ist spektakulär schön.

Und wir stoppen an einem etwas verborgenen, aber überaus spannendem Rastort, an dem wir eine unterirdische heilige Quelle, einen in den Berg hinein gebaute Kirche und einen verlassenen Eisenbahntunnel bestaunen können. Und auf, sowie einen auf der lauschigen Terrasse über dem Fluss genießen wir unseren Kaffee. Apropos Fluss: Es heißt Tempe_, nicht Tempel, weil das nämlich keine Kirche, sondern eben ein Fluss ist.

Aus dem Tal raus geht's über Nebenstrecken in die nächsten Berge, nochmal durch eine Ebene und weiter zum nächsten Highlight:

Die Felsenklöster von Meteora. Schon auf der Anfahrt, einer kilometerlangen Geraden, präsentieren sich die Felsen beeindruckend. Kommt man ihnen aber näher und fährt man dann hinein, ist es atemberaubend. Kein Wunder, dass dies ein Drehort für James Bond war. Da brauchte man keine Kulissen mehr zu erfinden und zu bauen. Denn spektakulärer geht's kaum.

Wir haben einiges ausprobiert, um mit Dir auf der Tour die schönste Route mit einer feinen Dramaturgie zu fahren. Das ist dann unser gelungener Etappenabschluss, nach dem wir behaglich einkehren, um unsere Eindrücke in fröhlicher Runde miteinander zu teilen.

Tradition
Wie das Stiefelbier schmeckt

Auf unseren Touren pflegen wir eine schöne Tradition: Das Stiefelbier.

Damit beschließen wir jeden Tag. Wobei Stiefelbier nicht etwa das Bier meint, was man aus dem Stiefel trinkt. Sondern das Bier, das man in Stiefeln trinkt. Also gleich nach der Ankunft, noch bevor man die Stiefel ausgezogen hat.

Ein Stiefelbier schmeckt allerdings nur, wenn es einem jemand ausgibt. Deshalb machen wir selbst gerne beim Spendieren den Anfang. Und da wir ja mit netten Gruppen unterwegs sind, setzen die Teilnehmer das eigentlich immer fort. Und am Abschlussabend gibt es gerne mal eine – netten – Zwist, wer denn das letzte ausgeben darf. Im Zweifel am liebsten wieder wir.



Spirituelles Bergsteigen
Die Felsenklöster von Meteora

Hier ein sehr schöner, kurzer ruhiger Film (15 min)

Wunderbare Aufnahmen und ein Kommentar, der nicht mit Zahlen langweilt, sondern wirklich etwas darüber erzählt, worum es ging.

Denn als die Mönche unter Lebensgefahr ihre Schwalbennester in den Berg hinein und dann die Klöster auf die Felsnadeln bauten, war das kein Zufall: Sie wussten um die Lebensgefahr, setzten sich ihren Ängsten bewusst aus – und überwanden sie. Um genau in der Erfahrung der eigenen Grenzen sich selbst und zu ihrem Gott zu finden.

Wer sich mit Bergsteigen auskennt, dem wird das bekannt vorkommen …



 
Besucht auf der Motorrad-Tour durch Griechenland: Die Vikos-Schlucht, die tiefste Schlucht der Welt
Die Vikos-Schlucht
Schwer im Foto festzuhalten,
aber vielleicht erahnt man doch die Dimensionen.
Unsere Motorradreise nach Griechenland führt uns auch durch Albanien
Am Llogara-Pass.
Am Bunker.
Kunst.
15. TAG: Mittwoch

Meteora => Vlora

[ ca. 400 km ]

Von den Felsenklöstern zur tiefsten Schlucht der Welt

Keine Frage, ab heute sind wir definitiv auf dem Rückmarsch. Der ist bei dieser Tour aber keine lästige Pflicht, sondern selbst ein Highlight.

So geht es heute über eine spektakuläre Station im Pindos-Gebirge zurück auf an die schöne Albanische Riveria, deren wunderschöne Küste wir ja vom Hinweg schon kennen.

Zunächst aber noch ein letztes griechisches Gebirge und die Vikos-Schlucht. 10 Kilometer lang und bis zu 1.000 Meter tief. Laut Guinness-Buch der Rekorde ist sie der tiefste Canyon der Welt (Relation von Breite zu Länge). Und ein nur Fußgängern zugänglicher Naturpark. Da wir wohl eher keinen Nerv für einen Tagesmarsch haben, steuern wir ganz gemütlich – und motorisiert – den „View-Point“ an. Von da kann man Adler, Geier, Wanderer und alles andere nämlich auch ganz prima betrachten. Wir selbst stärken uns in einer netten Taverne und reisen fröhlich weiter.

Nun heißt es "Adio 🇬🇷 Hellas". Denn jenseits der Grenze erwartet uns schon sehnsüchtig die 🇦🇱 Albanische Riviera auf uns.

Auf dem Weg nach Vlora bieten sich nun einige schöne und interessante Stopps an. Das Ali‑Pascha‑Kastell in Porto Palermo. Oder der Geschützbunker am Llogara‑Pass. Oder vorher ein aufgegebenes Militärgelände mit Tunnelsystem, dessen Ausgänge spektakuläre Blicke aufs Meer gewähren. Es kommt ein bisschen darauf an, wie wir in der Zeit liegen und wieviel Energie wir haben. Und natürlich darauf, was wir am 4.Tag (=> siehe hier) noch nicht besichtig hatten. Einen Blick auf den Eingang zum U-Boot-Tunnel bzw. U-Boot-Bunker werfen wir aber auf jeden Fall.



Ein Tunnel für geklaute russische U-Boote

 
Vom Motorrad aus gesehen: Der U-Boot-Bunker im albanischen Porto Palermo.
Das ist tatsächlich ein Tunnel ...
POI auf der Albanien-Motorradtour: Ein sowjettisch-chinesischer Uboot-Bunker bzw. Uboot-Tunnel.
... für - gestohlene(!) Russische U-Boote.
Motorradfahrer interessieren sich ja auch für Schiffe - hier: alte UDSSR-Uboote.
Und so sehen sie aus.

In Albanien gibt es zwischen 150.000 und 200.000 Bunker.

Der vielleicht spektakulärste ist der U-Boot-Bunker bei Porto Palermo. Ein Tunnel von 650 Meter Länge, quer unter einem Berg hindurch, mit atombombensicheren Mega-Portalen. Und mit bemerkenswerter Geschichte: Gebaut wurde er nämlich nicht von den Sowjets, sondern von den Chinesen. Und das kam so ...

Nach dem II. Weltkrieg war Albanien zunächst vier Jahre mit Jugoslawien verbündet und sollte sogar eingegliedert werden. Aber schon 1948 war Enver Hoxha, Albaniens irrem Diktator, Titos blockfreies Jugoslawien nicht mehr kommunistisch genug. Es kam zum Bruch, Albanien wurde Mitglied des Warschauer Paktes und enger Verkündeter UdSSR.

Dank sowjetischer Militärhilfe waren in Albanien nicht nur hunderte MIGs, sondern auch 12 modernste russische U-Boote der so genannten Whiskey-Klasse stationiert. Diese sollten mit albanischen Mannschaften fahren, und so begannen die Sowjets mit deren Ausbildung.

Noch vor Abschluss des Programms kam es aber schon wieder zum Bruch mit Moskau. Denn die nach dem Tode Stalins ab 1956 eingeleiteten Reformen verstießen nach Ansicht des Betonkopf-Kommunisten Hoxha gegen die reine Lehre. Die "Entstalinisierung" sah er als so schwerwiegenden Verrat, dass er die Beziehungen zur UdSSR 1961 völlig und zu den anderen Ostblock-Staaten weitgehend abbrach.

Die Russen beorderten daraufhin "ihre" U-Boote, immerhin ihre einzigen im Mittelmeer, über Gibraltar (wo die Engländer sich reichlich wunderten) in heimische Gewässer zurück. Hoxha aber berief sich auf eine vermeintliche Absprache, nach der die U-Boote mit Abschluss der Ausbildung an Albanien hätten übergeben werden sollen. Da schon vier der zwölf Boote weitgehend mit albanischen Mannschaften besetzt waren, gelang es, diese am Rückmarsch zu hindern. So hatte das kleine Albanien nun also eine eigene U-Boot-Flotte. Die war freilich mangels Ersatzteilen und Logistik nie zu echten Operationen fähig. Die Boote verrotteten alsbald in der Marine-Basis und sind heute reiner Schrott, den man loswerden möchte.

Nach der Abkehr von Moskau folgte ein Bündnis mit Peking. Und so bauten nun die Chinesen den spektakulären Bunker-Tunnel. Noch vor dessen Fertigstellung kam es allerdings nach Maos Tod (1976) und den chinesischen Reformen auch zum Zerwürfnis mit Peking. Während der ab 1978 folgenden völligen Abkapselung Albaniens baute Hoxha dann den – strategisch ganz nutzlosen – Bunker trotzdem unter großen Anstrengungen fertig, während "sein" Volk hungerte.



 
Jadranska-Magistrala, die schönste Küstenstraße der Welt auf dem Weg mit dem Motorrad nach Griechenland
Die schönste aller Küstenstraßen:
Die Jadranska Magistrala
16. TAG: Donnerstag

Vlora => Skodra

[ ca. xxx km ]

Albanien mit Bunkern und Pässen

Wir starten an der Albanischen Riviera, werden aber irgendwann die Küste auch mal verlassen, um die besseren Albanischen Straßen zur Passage zu nutzen.

Auf dem Weg erwarten und viele pittoreske, manchmal auch groteske, immer aber interessante Fotomotive. Es ist schon unglaublich, was man mit den kleinen Bunkern, die das Land einst wie Pocken überzogen, so alles machen kann.



 
Dubrovniks Altstadt - Tagesziel der Griechenland-Tour mit dem Motorrad
Die schönste aller Küstenstraßen:
Dubrovnik von außen.
Stiefelbier in der Altstadt von Dubrovnik auf unserer Griechenland-Motorradreise
Die schönste aller Küstenstraßen:
Dubrovnik von innen.
17. TAG: Donnerstag

Shkodra => Dubrovnik

[ ca. 380 km ]

Durch Montenegro in die Kroatische Perle Dubrovnik

Unser Weg führt uns zunächst über die Grenze ins schöne 🇲🇪 Montenegro. Und wieder in, oder besser um die Bucht/en von Kotor. Man könnte das auch mit der Fähre abkürzen, aber das fanden wir ja schon auf der Hinfahrt Unsinn. Denn hier gilt, was wir schon von vielen Pässen kennen: Fährt man die Strecke in umgekehrter Richtung, meint man, eine neue Route zu nehmen. Und damit haben wir denn auch schon ein abendfüllendes Thema: Welche der beiden wunderbaren Strecken war denn nun die schönere?

Und Juhu! Wir sind wieder auf der Jadranska Magistrala.

Auf unserer Lieblingsstraße nähern wir uns der zweiten Landesgrenze. Kurz vor der kennen wir aber noch ein feines „Bikers-Welcome-Café“. Und zwar mit unglaublichen Burgern! Da sagen wir doch gerne „Poftă bună!“ beziehungsweise „Dobar tek!“ (Guten Appetit!). Gut gestärkt „machen wir rüber“ nach 🇭🇷 Kroatien.

Und nun, Freunde der Sonne, wie schaut's aus? Stiefelbier oder doch noch ein Stadtbummel in Dubrovniks einzigartiger Altstadt?


Kleine Entscheidungshilfe:
Auch in der Altstadt kann man Bier trinken. Sogar in Stiefeln.



 
Die Jadranska Magistrala ist eine Traumstrecke für Motorradfahrer und führt die ganze Zeit an der Adria entlang.
Von Split nach Omis zwischen Felsen und Meer.
Tagesziel auf der geführten Motorradtour nach Griechenland: Das kroatische Zadar
Zadar.
Die Wasserorgel bzw. Meeresorgel von Zadar auf der Motorradtour entlang der Jadranska Magistrala nach Griechenland
Die Meeresorgel von Zadar.
18. TAG: Freitag

Dubrovnik => Zadar

[ ca. 365 km ]

Nochmal, weil's so schön ist: Die Jadranska Magistrala

Nun sind wir schon über zwei Wochen unterwegs. Und haben immer noch so viel Schönes vor uns.

Und auch neben uns: Linker Hand den ganzen Tag die unglaublich blaue Adria. Rechts fantastische Felsen. Und dazwischen: Kurven, Kurven, Kurven.

Wir machen uns also auf den Weg, lassen Dubrovnik hinter uns und sagen zu 🇭🇷 Kroatien schon bald „Do viđenja“ (Auf Wiedersehen). Aber keineswegs endgültig. Denn es geht ja nur für einige, dafür um so interessantere Kilometer durch 🇧🇦 Босна и Херцеговина (Bosnien und Herzgowina). Bekanntermaßen trennt die kleine bosnische Landzunge um Neum ja Kroatien in zwei Hälften. Da dürfen wir also durch.

Apropos interessant: Hier wird offensichtlich Kyrillisch geschrieben. Damit haben wir auf unserer Reise nun auch dreierlei Schriftsysteme: Lateinisch, Griechisch und Kyrillisch. Wenn das mal keine Vielfalt ist …

Gewohnt günstig machen wir in Bosnien unsere Tanks voll, bestaunen die Andersartigkeit dessen, was auch mal Jugoslawien war, um dann – wieder – nach Kroatien einzureisen.

Dann weiter und mehr: Jadranska Magistrala. Kann man prima von schwärmen. Muss man aber nicht. Einfach genießen ist auch gute Wahl.

Abends erreichen wir Zadar. Hier gibt's ein Wiedersehen, pardon: Wiederhören mit der Wasserorgel. Die preisgekrönte Meeresorgel von Zadar ist mittlerweile sogar durch eine ebenfalls wunderschöne Lichtinstallation ergänzt. Muss man alles gar nicht beschreiben. Muss man erleben!

Unsere Einladung: Wer Lust hat, hängt am Abend statt in der zugegeben auch sehr schönen Altstadt einfach eine Weile an der Uferpromenade ab: Lausch den Klängen, erinnere die Bilder der letzten Wochen und lass Dich von Deinem Kopfkino davontragen.



 
Schöne Brücke über die Meerenge von Maslenica auf der Griechenland-Motorradreise
Schöne Brücke über die Meerenge von Maslenica
Die Griechenland-Motorradtour führt ein großes Stück über die Jadranska Magristrala, die alte Jugoslawische Küstenstraße.
Kurvengarten südlich von Senj.
Weinberge entlang der Motorradroute Jadranska Magistrala durch Ex-Jugoslawien (Kroatioen, Motenegro, Albanien, Bosnien-Herzegowina) nach Griechenland.
Fleißige Winzer:
Trokenmauern-Terassen in der Bucht von Bakar für den
"Bakarska Vodica", den Jugoslawischen Perlwein
Die letzte Station der Griechenland-Motorradtour ist Villach in Kärnten als Zielord der Reise.
Adieu, schönes Kärnten.
19. TAG: Samstag

Zadar => Villach

[ ca. 425 km ]

Abschlusstag: Sag zum Abschied leise servus …

Inzwischen haben wir acht Länder besucht:

🇦🇹 Österreich, 🇸🇮 Slowenien, 🇭🇷 Kroatien, 🇧🇦 Bosnien/Herzegowina, 🇲🇪 Montenegro, 🇦🇱 Albanien und 🇬🇷 Griechenland.

Die meisten davon sogar zweimal. ;-)

Also geht es heute auf die letzten unserer gut 5.000 gemeinsamen Kilometer. Und die sind noch mal richtig schön: Erst die uns mittlerweile wohl vertraute Jadranska Magistrala lang. Noch einmal genießen wir das blaue Wunder, diesmal zu unserer Linken und die Berglandschaft zu unserer rechten.

Mittags biegen wir von der Küste ab nach Nord-Osten und durchqueren wieder das schöne Slowenien.

Durch den Karawankentunnel wechseln wir von der Südseite zurück auf die Nordseite der Alpen und sind wieder daheim im idyllischen Kärnten.

Nun kommt hoffentlich beim Abschiedsabend etwas Wehmut auf, denn dann war's wieder eine tolle Tour.

Aber keine Sorge!

Wir sagen nicht "Adieu", sondern "Auf Wiedersehen".
Und stoßen genau auf ein solches von Herzen mit Euch an.

Versprochen,

Eure:

Paula & Eddy



Romanian Motorbike Tour-Guides = Paula und Eddy

buchen

... noch Fragen?

Dann schau doch mal unter => „Häufige Fragen“.
Oder nehme direkt mit uns => KONTAKT auf. Wir antworten gerne!
Ach ja, natürlich: Du kannst selbstverständlich auch gleich die => REISE BUCHEN



Götter – Helden – Denker
Was die „alten Griechen“ mit uns zu tun haben

SPIEGEL Special Geschichte 2008-02


SPIEGEL Special Geschichte 2008-02


SPIEGEL Special Geschichte 2008-02


SPIEGEL Special Geschichte 2008-02, Delphi


SPIEGEL Special Geschichte 2008-02, Delphi


SPIEGEL Special Geschichte 2008-02, Delphi


Hellas und die Folgen

Jenes bekannte Völckchen
Die antiken Hellenen blieben faszinierend jung –
weil jede Epoche sich neu von ihnen anregen ließ.
Ein großes Spiel
Gespräch mit dem Althistoriker Hans-Joachim Gehrke über das
neue Bild der alten Griechen und ihre bleibende Bedeutung für Europa.

TECHNIK: Geniale Tüftler

SCHIFFE: Bürger am Ruder
Vom bauchigen Frachtsegler bis zum wendigen Kampfruderboot nutzten die passionierten Seeleute jede Schiffsart.
TUNNEL: Mit Grips durchs Gestein
Vor 2.500 Jahren durchtunnelte ein griechischer Ingenieur einen Berg von beiden Seiten

RELIGION: Die irren Götter

ÜBERSICHT: Die olympischen Götter
Unter den Olympiern waren Fehden und Affären die Regel.
TEMPEL & KULTE: Du musst Stiere opfern
Gespräch mit dem Archäologen Raimund Wünsche über die vielgestaltige Religion der Griechen und ihre Tempel.

LEBEN: Alltag und Gesellschaft

GENDER: Warnung vor dem Weibe
Heimchen am Herd oder willi- ge Hetäre: Das Frauenbild der Griechen bot wenig Freiraum
BEAUTY: Die griechische Monroe
Mit Stand- und Spielbein verführte die marmorne Aphrodite von Knidos die Männer

OLYMPIA: Mehr als nur Sport

OLYMPIA: Sport und Kulturstätte
Die Griechen liebten den Sport. Olympia war Schauplatz der populärsten Wettkämpfe der Antike, aber der Ort beherbergte auch das wichtigste Zeus-Heiligtum in Hellas. Ausgegraben haben es deutsche Archäologen.
OLYMPISCHE SPIELE: Körperkult im heiligen Hain
Wagenrennen wie bei „Ben Hur“, Ringer, die mit Fleischmast dopten, tote Boxer – Archäologen enthüllen die Urgeschichte des Sports. Das Kräftemessen in Olympia, so zeigt sich, trug maßgeblich dazu bei, dass unter der griechischen Sonne ein neuer, moderner Typ Mensch entstand.
SPORTWISSENSCHAFT: Schwungeisen für Herkulesse
Kölner Sportwissenschaftler stellen mit heutigen Spitzenathleten antike Wettkämpfe nach.

HOMER: Die Quelle unserer Stories

LEBEN: Die Stimme der Muse
Wer war Homer? Sowenig der Autor der „Ilias“ als Mensch bekannt ist, so nah kommen ihm heutige Wissenschaftler.
SCHREIBEN: Blick in die Werkstatt
Martin L. West kennt Homers Epen wie kein anderer – nun rekonstruiert er ihren Ursprung

PHILOSOPHIE: Schlaue Denker

SOKRATES: Denker auf dem Markt
Für die Wahrheit scheute der Fragekünstler Sokrates auch das Todesurteil nicht
ARISTOTELES: Loyaler Außenseiter
Aristoteles erklärte den Athenern ihren Staat – obwohl er selbst kein Bürger war
PYTHAGORAS: Getreu seinen Zahlen
Der Mathematiker Pythagoras stilisierte sich als Sektenführer zur Kultfigur
HERAKLIT: Geheimnis des Lebens
In Rätselsprüchen suchten Naturphilosophen wie Heraklit nach dem Sinn der Dinge

POLITIK: Die real existierende Demokratie

ERSTE DEMOKRATIE: Das Volk als Regent
Demokratie war eine an- strengende Sache – aber eine lohnende, fanden die Athener
SCHERBENGERICHT: Namen, in Ton geritzt
Das Scherbengericht bremste allzu ehrgeizige Politiker
O-TON: „Wir werden nicht schlaff"
Aus der Rede des Perikles auf Athens Gefallene

ARCHÄOLOGEN: Genial und rücksichtslos

SCHLIEMANN: Die Schneise zum Schatz
Heinrich Schliemann grub Troja aus, auch mit Gewalt.
DROYSEN: Der Erfinder des Hellenismus
Politiker am Katheder: Johann Gustav Droysen, der Erfinder des „Hellenismus“, hatte welthistorische Ziele.

CHRONIK

2.200 - 400 v. Chr. || VOR DER KLASSIK: Völker und Reiche
600-336 v. Chr. || DIE GROSSE ZEIT: Das Volk als Regent
336 - 130 v. Chr. || WELTMACHT: Alexander und die Folgen

Völker und Reiche der Frühzeit

Das Alphabet der Kultur
Es brauchte Jahrhunderte, bis sich die Hellenen als Volk fühlten – Kontakte mit dem Osten spielten dabei eine Hauptrolle.
Die komische Scheibe
Der Diskos von Phaistos ist ein Rätsel für die Archäologen.
SPURENSUCHE: Delphi
VÖLKER UND REICHE DER FRÜHZEIT: CHANCE DES UNBEHAGENS
GÖTTER, HELDEN, DENKER: 2 DIE KLASSISCHE KULTUR
SPURENSUCHE: Athens Akropolis
DIE KLASSISCHE KULTUR: JAHRMARKTZAUBER IN GOTTES NAMEN
DIE KLASSISCHE KULTUR: PLATANEN AM WALDBACH
DIE KLASSISCHE KULTUR: FLUCH DER DIAGONALE
SPURENSUCHE: Sparta
GÖTTER, HELDEN, DENKER: 3 DAS GRIECHISCHE IDEAL
DAS GRIECHISCHE IDEAL: HELLENEN IM NETZWERK
NAHAUFNAHME: POLITIKER AM KATHEDER
DAS GRIECHISCHE IDEAL: WELTBÜRGER DES GEISTES
DAS GRIECHISCHE IDEAL: ROMANTIKER IN WAFFEN
DAS GRIECHISCHE IDEAL: TAKTIKER UND TÜCKEBOLD
O-TON: ABGEZÄHLTE RETTICHE
SPURENSUCHE: Syrakus
DAS GRIECHISCHE IDEAL: KÖRPER IN ANGST
SCHAUPLÄTZE
BÜCHER


Mehr dazu siehe =>FAQ  und =>AGB