
Griechischer Kaffee wird in einem Briki gekocht – und langsam genossen.
Griechischer Kaffee
Kafé Ellinikó – In der Ruhe liegt die Kraft
Heutzutage bekommt man ihn oft nur noch, wenn nach ihm fragt: Griechischen Kaffee. Denn für diesen Mokka braucht’s schon ein bisschen Zeit. Mehr jedenfalls, als irgendeine Plörre aus den allgegenwärtigen Automaten zu lassen.
Um ihn zuzubereiten, wird Kaffee im Briki, dem speziellen Kännchen, aufgekocht – und zwar zusammen mit der gewünschten Menge Zucker. Man bestellt ihn daher »ohne«, »mit wenig« oder »mit viel Zucker«. Und schwach, mittel oder stark. Auch beim Trinken herrscht dann keine Eile: Das Pulver braucht ja Zeit, sich am Boden der Tasse setzten.
Aber Obacht: »Kafé Ellinikó« sieht einem Espresso vielleicht ähnlich. Er hat aber einen ganz anderen Wumms. Denn während der Italiener das Wasser schnell am Kaffee vorbeidrückt und ihm so kaum Zeit lässt, Koffein zu lösen, geben Griechen ihm alle Zeit, auch das letzte Molekül aus dem Pulver zu holen. Wer also locker fünf Espressi verträgt, kann nach drei griechischen Mokkas schon mal am Herzkasper schnuppern. Daher langsam genießen – ganz wie die Griechen.
Und nein, man versucht in Griechenland nicht, einen »Türkischen Kaffee« zu bestellen. Denn die Bestellung eines Tourkikos oder "Turkish Coffee" gilt seit der Besetzung von Nordzyperns durch die Türken im Jahre 1974 als Fauxpas.
Vokabeln:
- pur = skéto
- süß = me olígi
- sehr süß = varí glikó
- SCHWACH = elafrí
- MITTEL = métrio
- STARK = me polí kafé
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