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KUCHEN
Ein Fest für den GaumenCozonac
Rumänischer Festtags-Hefekuchen
Cozonac (sprich: Ko‑zo‑náck) ist für Rumänien, was den Deutschen ihr Stollen und den Italienern ihr Panettone bedeutet: Ohne ihn sind Weihnachten und Ostern nicht denkbar.
Der buttrig‑süße Hefeteig wird mit fein gehackten Walnüssen, Kakao, Rosinen oder Rahat-Würfeln (osmanisches Lokum) gefüllt und kunstvoll zu einem langen Zopf gerollt. Seinen charakteristischen Duft bekommt Cozonac von viel Eigelb, warmer Milch, Butter, Zucker und den obligatorischen Aromen: Vanille und geriebene Zitronen‑ und Orangenschalen. Ein Schuss Rum darf nicht fehlen; er macht den Teig auch elastischer – behaupten zumindest die Großmütter.
Geknetet wird von Hand. Und zwar lange: Mindestens 20 Minuten, bis der Teig „singt“ (RO: „să cânte aluatul“) – ein leises Knacken, wenn er sich von der Schüssel löst. Anschließend ruht er am wärmsten Ort des Hauses, oft gut zugedeckt im Ehebett. Platzt die Oberfläche beim Backen auf, gilt das als gutes Omen: Je größer der Riss, desto mehr Glück im neuen Jahr.
Serviert wird Cozonac in dicken Scheiben. Am besten frisch gebacken und noch warm, damit die Füllung schmelzig ist. Reisende erkennen ein gelungenes Exemplar an an der „Wolke“: Zieht man zwei Fasern Teig auseinander, sollte ein feines, wattiges Netz entstehen.
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