ALBANIEN XL | Gro├če Albanien-Motorradtour














Route und Landkarte f├╝r zwei Wochen gef├╝hrte Motorradtour und Motorradreise nach Albanien




Umfang Zwei Wochen / ca. 3.800 km
Art Stra├čentour | Meist gute/akzeptable Stra├čen, einige schlechte/unbefestigte (kein Offroad)
Route Viele K├╝sten- und Bergstrecken (P├Ąsse, Serpentinen)
Support 1 Guide auf Motorrad
Anspruch Deutlich gehobener Anspruch, f├╝r versierte Fahrer, nix f├╝r Anf├Ąnger!
Start / Ziel Villach (├ľsterreich). Bis dahin gehen auch Autoreisez├╝ge.
L├Ąnder ­č玭čç╣ ├ľsterreich, ­č窭čç« Slowenien, ­čçş­čçĚ Kroatien, ­čçž­čçŽ Bosnien, ­čç▓­čç¬ Montenegro, ­č玭čç▒ Albanien
Leistungen
  • Gef├╝hrte Premium-Tour:
  • Pers├Ânliche Reiseleitung (auf Deutsch)
  • Landeserfahrener, gebildeter Tour-Guide
  • Einzelne, ├╝berschaubar-kleine Gruppe (auch freies Fahren m├Âglich)
  • Selbst gescoutete, abwechslungsreiche Streckenf├╝hrung
  • Leitfahrzeug (Guide auf Motorrad)
  • Hotel├╝bernachtungen (inkl. Fr├╝hst├╝ck)
  • Individuelle F├╝hrungen (spannende Geschichten statt langweiliger Zahlen)
  • Alle Eintrittstickets, Parkpl├Ątze, etc.
  • Ausgezeichnetes RoadBook und kompakter Reise- und Sprachf├╝hrer
  • Pers├Ânliche Beratung auch vor der Tour, (ggf. virtuelles) Vortreffen
  • => und vieles vieles mehr!
Highlights

Traumstrecken + K├╝ste & Berge + Land & Leute

Unentdecktes Albanien - Zwei Wochen im Land der Skipetaren:

> Fahrspa├č: T├Ąglich Berg- und Nebenstrecken, viele P├Ąsse, viele Schluchten, unendlich viele Kurven
> K├╝stenzauber: Anfahrt auf der Jadranska Magistrala (sch├Ânste K├╝stenstra├če der Welt)
> Hocht├Ąler: Die "verwunschenen Berge" der "albanischen Alpen"
> Gro├čer Canyon: L├Ąngere Schiffspassage (samt Bike) durch teils nur 50 Meter schmale Klamm
> Stalinistischer Gulag: Besuch eines ehemaligen Straflagers in den Bergen
> Antike zum Anfassen: Romantische Ruinenstadt auf einer idyllischen Insel
> Legend├Ąrer Pass: ├╝ber 1000 H├Âhenmeter direkt zum Meer runter mit Blick bis Korfu
> U-Boot-Tunnel: Chinesischer Bunker-Bau f├╝r geklaute Sowjet-Schiffe
> Ali-Pasha: Mysteri├Âses Dreieckskastell mit magischer Aussicht
> Zauberhafte Str├Ąnde: Klares Wasser und vielerorts unverbaut: Die albanische Riviera
> Urwald-Feeling: S├╝deuropas ergiebigste Karstquelle liegt im M├Ąrchenwald
> Altstadt-Bazar: Die steilste (und vielleicht engste) Stadt der Welt
> Open-Air-Museum: Die Stadt der 1000 Fenster
> Naturwunder: ├ťber 500 Jahre alte Platane am Marktplatz
> Badespa├č: Thermalbecken am Rande eines gro├čartigen Canyons
> Landleben: Abstecher in kleine D├Ârfer
> Grenzerfahrung: Vielleicht auch ein St├╝ck durch Nordmazedonien

   ... und vieles, vieles mehr!
Dein Tourguide (K├Ąpt'n EDDY) kennt das Land wirklich, weil er es selbst gescoutet hat. Nat├╝rlich f├Ąhrt er mit Dir die bekannten Traumstrecken (Llogara-Pass, Albanische Alpen, etc.). Aber auch viele Insiderrouten und Geheimtipps, die andere gar nicht kennen.

Die Streckenf├╝hrung ist abwechslungsreich und vielf├Ąltig: Spektakul├Ąre Panorama-Routen, tolle Serpentinen-G├Ąrten, rechte Rennstrecken und wunderbare Waldstr├Ą├čchen. H├Ąufig sogar am selben Tag.

Und Du erlebst Land & Leute. Denn K├Ąpt'n Eddy beherrscht mehr als "Benzingespr├Ąche".

 




VORAB: Irgendwann im Februar/M├Ąrz/April

RoadBook f├╝r Motorradreise und gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien

Das Vortreffen zu Deiner Reise

Vor der Saison bieten wir mehrere Vortreffen an (ggf. auch als Videokonferenz). Dort gibtÔÇÖs ein ausf├╝hrliches Basis-Briefing, eine Einf├╝hrung in Land, Sitten und (Verkehrs-)Regeln sowie die M├Âglichkeit, all' Deine Fragen zu stellen.

Damit niemand eine zu weite Anreise hat, organisieren wir die Treffen nicht getrennt nach Reisegruppe, sondern nach Herkunfts-Region unserer G├Ąste. In der Regel gibt es Treffen im Norden und S├╝den Deutschlands, und nat├╝rlich auch in ├ľsterreich und der Schweiz. Also kommst Du einfach zu dem Ort, der f├╝r Dich am n├Ąchsten liegt.

Au├čerdem treffen wir uns bereits am Nachmittag, so dass der offizielle Teil vor dem "Dinner" erledigt ist. So kann, wer denn muss, zeitig wieder nach Hause fahren. Alle anderen sind eingeladen, mit uns und den zuk├╝nftigen Reisegenossen einen netten Abend zu verbringen.



Ortschild Villach auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien

Das Brauer-Denkmal in Villach auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien
Brauerdenkmal Villach

=> Villach

Anreise und Vorabend in Villach

Vor der Tour steht nat├╝rlich erst mal die Anreise zum Startpunkt in Villach.

Du kannst individuell anreisen, oder Dich mit anderen Tourteilnehmern zur gemeinsamen Anreise verabreden. Die Telefonnummern Deiner Reisegenossen bekommst Du rechtzeitig vor der Tour.

Au├čerdem gibt's Autoreisez├╝ge der ├ľBB von der Schweizer Grenze und Hamburg nach Villach. Bei sehr weiter Anreise vielleicht am entspanntesten. Und auch im Zug kann man ja gemeinsam mit anderen anreisen ÔÇô und sich gerade da schon mal ein bisschen "beschnuppern".

Schlie├člich kannst Du Dein Moped auch auf Deinem H├Ąnger nach Villach bringen. Dann solltest Du allerdings mit Deinem Villacher Hotel absprechen, ob und zu welchen Konditionen Du Auto und Anh├Ąnger w├Ąhrend der Tour dort parken kannst.

Apropos Hotel Villach: Traditionell treffen wir uns am Abend vor dem offiziellen Tourstart zu einer kleinen, informellen Kennenlern-Runde. So kannst Du Dich bei einem Bierchen mit uns und der Truppe schon mal einstimmen.



Karawankentunnel auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien
Durch den Karawankentunnel.
Jadranska Magistrala bei Bunica auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien
Nahe Bunica: Willkommen an der Adria!

Villach => Zadar

ca. 425 km

Durch Slowenien an die Adria / Jadranska Magistrala I

Heute fahren wir vom sch├Ânen K├Ąrnten an die traumhafte Adria. Dabei f├╝hrt uns unsere Route erst mal durch den imposanten Karawankentunnel. Dann quer durchs entz├╝ckende Slowenien. Und schlie├člich nach Kroatien.

In Kroatien verlassen wir die Fernstra├čen. Nun und f├╝r die n├Ąchsten Tage fahren wir die sch├Ânste K├╝stenstra├če der Welt:

Die Jadranska Magistrala.

Die "von" Tito gebaute Adria-K├╝stenstra├če ist bestens in Schuss. Und dank der im Landesinnern parallel gebauten Autobahn nun auch vom Fernverkehr entlastet. Viele Kurven, idyllische D├Ârfer, linker Hand hohe Berge und rechts die wunderbar blaue Adria. Willkommen im Motorrad-Paradies!

Immer an der K├╝ste entlang erreichen wir abends Zadar, wo uns das erste Highlight erwartet: Die Meeres-Musik der preisgekr├Ânten Wasserorgel.

So lassen wir den Tag ganz entspannt ausklingen. Und freuen uns, dass es morgen genauso weiter geht.


Fahren statt schippern:
Die Jadranska Magistrala statt F├Ąhrschiff

Man k├Ânnte den Weg nach Albanien abk├╝rzen. Man k├Ânnte an Kroatien, Montenegro und Bosnien vorbei die F├Ąhre nehmen.

Das machen wir auf unserer Reise ganz bewusst besser. Denn unser Weg nach Albanien f├╝hrt uns ├╝ber die Jadranska Magistrala. Das ist die sch├Ânste K├╝stenstra├če der Welt. Sie f├╝hrt uns die gesamte Adria-K├╝ste fast immer am Meer entlang. Durch spannende L├Ąnder. Durch wunderbare Landschaften. ├ťber tolle, kurvige Strecken. Herrliches Adria-Blau auf der einen, spektakul├Ąre Berge auf der anderen Seite.

Die Anreise nach Albanien ist f├╝r uns daher kein "notwendiges ├ťbel" sondern ein ganz wesentlicher ÔÇô und wundersch├Âner(!) ÔÇô Teil unserer Reise. Ein einzigartiges Berg-K├╝sten-Kurven-Erlebnis. Und das opfern wir auf keinen Fall f├╝r einen Tag in engen Schiffskabinen!



Makarska Riviera auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien
Südlich von Split: Die Makarska Riviera
Traumstra├če Jadranska Magistrala auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien
Und so geht das jetzt die ganze Zeit!
Motorrad-Route Jadranska Magistrala auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien
Jadranska Magistrala
Die schönste Küstenstraße der Welt.

Zadar => Dubrovnik

ca. 350 km

Blau, blau, blau ist die Adria / Jadranska Magistrala II

Zweiter Tour-Tag. Und auch: Zweiter Adria-Tag. Nur dass heute der gesamte Tag der wunderbaren Jadranska Magistrala geh├Ârt.

Und das ist durchaus abwechslungsreich. Denn zwischendurch verlassen wir ­čçş­čçĚ Kroatien und queren ­čçž­č玠Bosnien. Und zwar dort, wo sich beim Zerfall Jugoslawiens der neu entstandene Staat "Bosnien und Herzegowina" seinen einzigen Seehafen gesichert hat.

Das Gebiet um die Hafenstadt Neum ist n├Ąmlich eine kleine Landzunge des ansonstigen Binnenlandes Bosnien und Herzegowina. Sein Korridor zum Meer trennt allerdings Kroatien in zwei Teile: Den gro├čen Hauptteil im Norden von der Region um Dubrovnik.

Also f├╝r einige Kilometer raus aus Kroatien, um ganz offiziell durch Bosnien zu biken. Dort freuen wir uns ├╝ber den recht g├╝nstigen Sprit.

Und wir begegnen einer alten Bekannten aus l├Ąngst vergangenen Zeiten: Der Mark. Denn tats├Ąchlich: Nach Losl├Âsung von Jugoslawien und eigener Staatsgr├╝ndung hatte Bosnien zun├Ąchst wirklich die D‑Mark als offizielle Staatsw├Ąhrung eingef├╝hrt. Und sie behalten. Selbst dann, als deren Mutterland sie aufgab und den Euro einf├╝hrte. (Die ├älteren werden sich erinnern.) Als also Deutschland den Euro einf├╝hrte, blieb Bosnien-Herzegowina bei der Mark. Da es keine D‑Mark mehr gab, f├╝hrte es die so genannte "Konvertible Mark" ein. Und so ist der Kurs der Konvertiblen Mark exakt der Umtauschkurs der D‑Mark zum EURO. W├Ąre mal eine kuriose Quizfrage: Wo ist die Mark offizielles Zahlungsmittel?

Nach diesem ├Âkonomisch interessanten Intermezzo wenden wir uns wieder dem Wesentlichen zu: Kurven, Wasser und Berge genie├čen. Denn das geht im s├╝dlichen Teil Kroatiens genauso gut wie bislang im Norden. So erreichen wir nach zwei Grenz├╝bertritten (Kroatien ÔÇô Bosnien/Herzegowina ÔÇô Kroatien) am Abend Dubrovnik.

Wer nun noch Lust, Laune und Energie hat, macht einen Stadtbummel. Dubrovnik ist eine Perle der Adria. Deren abendlichen Anblick man freilich auch gut vom ├╝ber ihr gelegenen Hotel aus genie├čen kann. Am besten bei einem k├╝hlen Blonden oder einem guten Glas Wein.



Die Bucht von Kotor auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien
Die Bucht von Kotor
Erst der Satellit offenbart die wahre Pracht ...
Gem├Ąlde der Bucht von Kotor auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien
... und das historische Gemälde
wenigstens annähernd die Schönheit.

Dubrovnik => Koman

ca. 230 km

Der Adria-Genuss geht weiter: Jadranska Magistrala III

Drei L├Ąnder stehen heute auf dem Programm: Kroatien, das wir nach Dubrovnik nun endg├╝ltig verlassen, Montenegro, das wir l├Ąngs der K├╝ste lang durchqueren und schlie├člich Albanien, wo Shkodra unser Tagesziel ist.

Also erst mal ├╝ber die Grenze nach ­čç▓­č笠Montenegro, das uns mit einem echten Highlight erwartet: Die zauberhafte ÔÇŽ

Bucht von Kotor. Hier geht es uns wie so oft: Fotos und selbst Videos k├Ânnen nur sehr bruchst├╝ckhaft wiedergeben, wie sch├Ân es da ist. Eigentlich handelt es sich ja nicht nur um eine, sondern um gleich drei Buchten, die das s├╝dlichste Fjordsystem Europas bilden. Nirgendwo reicht ein Arm der Adria weiter in dieses Karst-Gebirge hinein.

Nun k├Ânnten wir abk├╝rzen und vor der innersten Bucht die F├Ąhre nehmen. Aber warum?!? ÔÇô Wir nehmen uns die Zeit, das Ensemble einmal komplett zu umfahren. Weil wir Urlaub haben. Und weil es sich lohnt.

Nach weiterer sch├Âner K├╝stenfahrt auf "unserer" Jadranska Magistrala nun der zweite Grenz├╝bertritt und das dritte Land des Tages: ­č玭čç▒ Albanien. Hier erreichen wir unser Tagesziel Koman.


Albanische Stra├čen sind besser als ihr Ruf

Gute albanische Stra├če Autobahn auf der gef├╝hrten Motorradtour nach Albanien

Wie ├╝ber die meisten L├Ąnder gibt es auch ├╝ber Albanien reichlich falsche Schauergeschichten.

Meistens stammen ├äu├čerungen wie "Die Stra├čen kannste vergessen." von Typen, die nie dort gewesen sind. Oder, schlimmer noch: Von M├Âchtegern-Weltreisenden, die sich mit solchen Schauergeschichten selbst wichtig machen wollen. Wir k├Ânnen aus eigener Erfahrung berichten:

Die albanischen Stra├čen sind viel besser als ihr Ruf!

Insbesondere, weil in letzter Zeit sehr viel gebaut und erneuert worden ist. Mitunter hat man wegen der jede deutsche Norm toppenden Ausstattung neuer Stra├čen mit Reflektoren, Leitplanken, R├╝ttelstreifen und ├Ąhnlichem schon das Gef├╝hl, nicht mehr auf einer Stra├če, sondern geradezu auf einer Landebahn zu fahren.

Und noch etwas aus eigener Erfahrung: In Albanien wird oft deutlich langsamer gefahren, als wir das aus Deutschland gewohnt sind. Auch die Geschwindigkeitslimits sind niedriger.

Wo wir in Deutschland an Landstra├čen-Kreuzungen 70 km/h kennen, sehen wir in Albanien 40 km/h. An die h├Ąlt sich zwar niemand sklavisch, aber es geht doch erkennbar langsamer zu. Vermutlich liegt das daran, dass bis zum Ende des Steinzeit-Kommunismus in den 1980ern private Kraftfahrzeuge weitgehend verboten waren. Jedenfalls scheinen auch heute noch viele Albanische Lenker recht unsicher zu sein ÔÇô und fahren entsprechend langsam.



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Eine Schiffahrt …
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… zum Genießen!
Bergwerk-Straflager - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Und ein Ort, der nachdenklich macht.

Koman => Rubik

ca 33 km Schiff + 160 km Stra├če

Durch die Schlucht zum Straflager

Der vierte Tag unserer Tour beginnt mit einer Schiffsfahrt. Und was f├╝r einer! Fast drei Stunden schippern wir samt unseren Bikes auf einer kleinen F├Ąhre. Es geht durch einen spektakul├Ąren Canyon. An manchen Stellen ist der kaum 50 Meter breit. Daf├╝r ragen die W├Ąnde rechts und links mehrere hundert Meter weit auf.

Wir sind in den Albanischen Alpen. Das Gebirgsmassiv Prokletije (ÔÇ×Verwunschene BergeÔÇť) ist mit Gipfeln ├╝ber zweieinhalb tausend Meter h├Âchster Teil der Dinarischen Ketten. Er verbindet Nordalbanien mit dem westlichen Kosovo und dem ├Âstlichen Montenegro.

Zerkl├╝ftete Karling-Gipfel mit hochalpinen Steilw├Ąnden erinnern an das Matterhorn. Diese Gipfel und breite, von Gletschern geformte Trogt├Ąler geben dem Gebirge einen alpinen Eindruck, wie er sonst im Balkan kaum anzutreffen ist.

Also gehts vom Wasser auf die Stra├če. Und auf der ├╝ber etliche P├Ąsse.

So erreichen wir schlie├člich ein verlassenes Straflager. Vielleicht auch ein Grund, warum die Albaner von den "verwunschenen Bergen" sprechen. Jedenfalls ein interessantes, wenn auch schauriges St├╝ck Geschichte zum Anfassen:

Albaniens irrer Herrscher praktizierte einen Steinzeit-Kommunismus: Diktator Hodscha hielt selbst die Sowjetunion f├╝r zu liberal. Entsprechend betrieb er zur ÔÇ×Umerziehung" Andersdenkenkender Straflager. Eins der schlimmsten hier in den Bergen. Dessen Insassen mussten unter h├Ąrtesten Bedingungen in den Minen arbeiten. Einen besonderen Zaun brauchte dieser stalinistischer Gulag aufgrund seiner Lage nicht. Eine Flucht zu Fu├č war aussichtslos. Ebenso wie zwei Aufst├Ąnde. Die wurden von zus├Ątzlich eingeflogenen Milit├Ąreinheiten brutal niedergeschlagen.

Wer noch keinen Grund hatte, sich ├╝ber das Ende der kommunistischen Herrschaft zu freuen, findet sicher hier einen.



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in Apollonia
LLogara-Pass-Strassenansicht - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Wegen solcher Aussichten fahren wir Motorrad.

Rubik => Vlora

ca. 300 km

R├Âmer auf dem Weg zur Adria

Heute fahren wir aus den Bergen an die Albanische Riviera. Und weiter auf der wundersch├Ânen K├╝stenstra├če. Die albanische K├╝stenstra├če ist zwar kein offizieller Teil der Jadranska Magistrala, aber ihre nat├╝rliche Fortsetzung. (Albanien wollte sich in den 1950ern ja mal an Jugoslawien anschlie├čen.)

Auf dem Weg zur K├╝ste liegt die antike R├Âmerstadt Apollonia. Noch gar nicht lange entdeckt ist sie eines der gr├Â├čten Ausgrabungsprojekte. Je nachdem, f├╝r welche Routenoption wir uns heute entscheiden (mehr fahren oder mehr besichtigen?) haben wir Zeit, uns den prachtvollen kleinen H├╝gel mit der gro├čartigen Stadt auch mal genauer anzuschauen.

Eine andere Option, falls die Truppe Sinn f├╝r "Lost Places" hat: Wir k├Ânnen ein verlassenes Gro├čkraftwerk f├╝r einen Fotostopp mitnehmen. Bietet neben tollen Motiven auch einen Einblick, was die Zeitenwende f├╝r Land und Leute ganz real bedeutet hat.

Und wir haben noch eine Option: Ein Abstecher zum schnuckeligen  nselchen mit ebensolchem Kloster. Motorrad abstellen uns ein paar Meter ├╝ber einen Holzsteg gehen. Denn nur so ist dieses Kleinod zu erreichen. Aber das lohnt sich.



Llogara-Pass Blick auf die Adria -  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Bei gutem Wetter Sicht bis Korfu:
Der Llogara-Pass
Graffiti am Bunker am Llogara-Pass-Graffiti - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Am Llogara-Pass.
Porto Palermo Ali-Pascha-Dreieckskastell - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Auch ein Bunker. Aber was für einer:
Das Ali‑Pascha‑Kastell.

Vlora => Butrint

ca. 160 km

1000 Meter ├╝ber dem Meer

Weil die Adria und ihre K├╝stenstra├če so wunderbar sind (sagten wir das nicht bereits?), kurven wir heute den ganzen Tag an der felsigen K├╝ste entlang. Immer weiter gen S├╝den. Das ist toll, aber es geht noch besser ÔÇŽ

Denn im weiteren Verlauf f├╝hrt uns die geniale Route ├╝ber den Llogara-Pass. Zweifelsfrei ein H├Âhepunkt unserer Tour. Zwischen einen Anderthalbtausender- und einen Zweitausender-Gipfel liegt dieser ├╝ber Tausend Meter hohe Pass. Was ihn so besonders macht, ist seine N├Ąhe zum Wasser. Die Adria liegt zum Greifen nah. Es sind gerade mal 3.000 Meter Luftlinie zum Blau des Meeres. Und dem fahren wir nun tausend H├Âhenmeter hinab entgegen. Sozusagen "into the blue". Mit tollem Blick aufs Meer und ├╝ber die Albanische Riviera. Bei gutem Wetter sehen wir 50 Kilometer weit ÔÇô hin├╝ber zur griechischen Insel Korfu.

Und ja: K├Ąpt'n EDDY hat auch das gut geplant. Man muss diesen Pass n├Ąmlich richtig herum fahren. In der falschen Richtung h├Ątte man das Meer im R├╝cken und die guten Bilder blo├č im R├╝ckspiegel. Deswegen ist unsere Routenf├╝hrung oft verschlungen. Damit wir immer das sch├Ânste und beste Erlebnis haben.

Kurz nach dem Pass kennen wir einen verlassenen Bunker. Dessen m├Ąchtig Gesch├╝tzstellung lag unter einem "normalen" Haus getarnt. Das ist heute mit kunstvolles Graffiti verziert. Ganz Mutige k├Ânnen in den Gesch├╝tztunnel steigen und das Haus durch den ehemaligen Fluchttunnel unterqueren.

Mit ein bisschen Gl├╝ck k├Ânnen wir einen Blick auf jene Sowjetischen U‑Boote werfen, die Albanien den Russen kurzerhand abnahm, als es sich von der UdSSR abwandte. (siehe Kasten unten) Auf jeden Fall sehen wir von der Stra├če aus den ├╝ber einen halben Kilometer langen U‑Boot‑Tunnel. Den haben dann n├Ąmlich Albaniens neue Freunde, die Chinesen, f├╝r die geklauten Schiffe gebaut.

Am besten sieht man den Eingang des Tunnels dann aber vom Dach des beindruckenden Ali‑Pascha‑Kastell. Bei den letzten Besuchen konnten wir diese raffinierte Dreiecksfestung, die bestens erhalten und wundersch├Ân ist, sogar ganz alleine durchst├Âbern.


Ein Tunnel f├╝r geklaute russische U-Boote

 
Porto_Palermo U-Boot-Tunnel - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Das ist tatsächlich ein Tunnel ...
Porto_Palermo U-Boot-Bunker - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
... für - gestohlene(!) russische U-Boote.
AL-Porto Palermo russische U-Boote  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Und so sehen sie aus.

In Albanien gibt es zwischen 150.000 und 200.000 Bunker.

Der vielleicht spektakul├Ąrste ist der U-Boot-Bunker bei Porto Palermo. Ein Tunnel von 650 Meter L├Ąnge, quer unter einem Berg hindurch, mit atombombensicheren Mega-Portalen. Und mit bemerkenswerter Geschichte: Gebaut wurde er n├Ąmlich nicht von den Sowjets, sondern von den Chinesen. Und das kam so ...

Nach dem II. Weltkrieg war Albanien zun├Ąchst vier Jahre mit Jugoslawien verb├╝ndet und sollte sogar eingegliedert werden. Aber schon 1948 war Enver Hoxha, Albaniens irrem Diktator, Titos blockfreies Jugoslawien nicht mehr kommunistisch genug. Es kam zum Bruch, Albanien wurde Mitglied des Warschauer Paktes und enger Verk├╝ndeter der UdSSR.

Dank sowjetischer Milit├Ąrhilfe waren in Albanien nicht nur hunderte MIG‑Kampfjets, sondern auch 12 modernste russische U-Boote der so genannten Whiskey-Klasse stationiert. Diese sollten mit albanischen Mannschaften fahren, und so begannen die Sowjets mit deren Ausbildung.

Noch vor Abschluss des Programms kam es aber schon wieder zum Bruch mit Moskau. Denn die nach dem Tode Stalins ab 1956 eingeleiteten Reformen verstie├čen nach Ansicht des Betonkopf-Kommunisten Hoxha gegen die reine Lehre. Die "Entstalinisierung" sah er als so schwerwiegenden Verrat, dass er die Beziehungen zur UdSSR 1961 v├Âllig und zu den anderen Ostblock-Staaten weitgehend abbrach.

Die Russen beorderten daraufhin "ihre" U-Boote, immerhin ihre einzigen im Mittelmeer, ├╝ber Gibraltar (wo die Engl├Ąnder sich reichlich wunderten) in heimische Gew├Ąsser zur├╝ck. Hoxha aber berief sich auf eine vermeintliche Absprache, nach der die U-Boote mit Abschluss der Ausbildung an Albanien h├Ątten ├╝bergeben werden sollen. Da schon vier der zw├Âlf Boote weitgehend mit albanischen Mannschaften besetzt waren, gelang es, diese Boote am R├╝ckmarsch zu hindern. So hatte das kleine Albanien nun also eine eigene U-Boot-Flotte. Die war freilich mangels Ersatzteilen und Logistik nie zu echten Operationen f├Ąhig. Die Boote verrotteten alsbald in der Marine-Basis und sind heute reiner Schrott, den man loswerden m├Âchte.

Nach der Abkehr von Moskau folgte ein B├╝ndnis mit Peking. Und so bauten nun die Chinesen den spektakul├Ąren Bunker-Tunnel. Noch vor dessen Fertigstellung kam es allerdings nach Maos Tod (1976) und den chinesischen Reformen auch zum Zerw├╝rfnis mit Peking. W├Ąhrend der ab 1978 folgenden v├Âlligen Abkapselung Albaniens baute Hoxha dann den ÔÇô strategisch ganz nutzlosen ÔÇô Bunker trotzdem unter gro├čen Anstrengungen fertig. ÔÇ×Sein" Volk hungerte derweil.



Butrint-Luftaufnahme-POSTKARTE -  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Die Ruinenstadt Butrint ist als UNESCO-Weltkulturerbe
einer der sehenswertesten Orte Albaniens …
Albanien Butrint Hotelterrasse  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
… und auch heute ein sehr angenehmer Ort.
Butrint Modell Antike-Stadt - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
… der in der Antike so ausgesehen hat..

Butrint

Kleines Troja auf der Insel

Nach nun einer Woche mit sehr fahrintensiven Tagen geh├Ârt der heutige einem besonderen Ort:

Butrint ÔÇô Eine zauberhafte Ruinen-Insel.

Das fiel schon den Griechen auf. Weshalb sie auf dem zauberhaften Eiland an der Lagune eine Stadt gr├╝ndeten. Strategisch gut gelegen war die bald bedeutend.

Und blieb es auch unter den R├Âmern, die ihr nicht nur Fu├čbodenheizungen und Badekultur spendieren.

Die betrieben die Venezianer zwar nicht weiter, bauten aber eine wunderbare Schlossburg dazu. Und nutzen immerhin das zur Insel f├╝hrende r├Âmische Aqu├Ądukt weiter.

Schlie├člich kam und baute auch noch Ali Pascha ÔÇŽ

Das alles kann man immer noch fein finden. Oder man l├Ąsst sich einfach von der Stimmung des romantischen Ortes verzaubern. Daf├╝r nehmen wir uns Zeit. Und tanken so Kraft f├╝r die fahrintensiven kommenden Tage.

Apropos: Die alte M├╝nzpr├Ągestadt Butrint hat es inzwischen auch monet├Ąr in die Moderne geschafft. Ihr Bild ziert n├Ąmlich den albanischen Zweitausend-Lek-Geldschein:

2000-Lek-Banknote - Geldschein mit Butrint-Motiv  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien



Ponton-F├Ąhre bei Butrint - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Abenteuerlich, aber zuverlässig selbst für Busse:
Butrints Ponton-Fähre
Blaues-Auge oder Syri i kalter - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Real noch viel schöner als jedes Foto: Das „Blaue Auge".
Berat, die Satdt der tausend Fenster - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Berat, die „Stadt der tausend Fenster", eine Kulisse …
Minarett in Berat  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
… wie aus den Märchen von „Tausendundeiner Nacht".

Butrint => Berat

ca. 200 km

Schwarzer F├Ąhrman, Wei├če Stadt und Blaues Auge

Der Tag beginnt mit einem kleinen Abenteuer. Wir m├╝ssen ├╝ber den "Meeresarm". Den Weg zum andern Ufer bew├Ąltigen wir auf ganz besondere Weise: Einfache Technik, abenteuerlicher Anblick ÔÇô aber es funktioniert. Die Ponton-F├Ąhre ├╝ber das kaum hundert Meter breite Wasser ist ein Erlebnis! Noch abenteuerlicher als die F├Ąhre ist allerdings einer der F├Ąhrm├Ąnner. Wollen wir hoffen, dass genau er uns ├╝bersetzt. Denn das Bild dieses Unikums in seinem langen schwarzen Ledermantel ist einfach herrlich.

Albanien ├╝berrascht immer wieder positiv. Mit so vielem. Auch mit eng beieinander liegenden, g├Ąnzlich unterschiedlichen Landschaften. Von den Riviera-Str├Ąnden mit S├╝dsee-Feeling ist man sogleich in schroffer alpiner Bergwelt. Oder auch mal ganz unerwartet in einem St├╝ck Urwald.

Und da sprudelt dann eine Karstquelle aus der Tiefe. Ergiebig wie kaum sonst eine in Europa. Im Ursprung immer noch unerforscht, l├Ąsst die Sonne ihr Wasser in den verschiedensten Blaut├Ânen strahlen. Daher auch der Name: Blaues Auge. Das lockt, hinein zu springen. Wenn man sich denn mit konstanten 12 Grad Wassertemperatur anfreunden kann. Also: Wer will der kann.

Mittags erreichen wir die Stadt Gjirokast├źr. Albaniens bekanntester Autor Ismail Kadare hat ihr ein literarisches Denkmal gesetzt. Darin nennt er sie die ÔÇ×vielleicht steilste Stadt der Welt". In ihren engen Gassen pulsiert das Leben. Und ├╝ber all dem ÔÇ×thront" ein amerikanisches Flugzeugwrack. Faszinierend ist die Stadt allemal. Und zurecht Museumsstadt und UNESCO-Weltkulturerbe.

Weiter geht's: Entlang eines Gew├Ąssers fahren wir durch ein wunderbares Flusstal. Und anschlie├čend wieder auf anspruchsvollerer Strecke zur├╝ck ins Gebirge.

Dort erreichen wir schlie├člich Berat, Stadt der tausend Fenster.

Man nennt sie auch ÔÇ×Die Wei├če". Von Baus├╝nden verschont pr├Ąsentiert sich ihre Altstadt malerisch am Hang. Dabei war sie doch immer schon ganz modern. Der unseren Augen so gef├Ąllige Anblick der auf schmalen Grundriss gebauten, sich nach oben verbreiternden H├Ąuser hat n├Ąmlich einen ganz profanen Grund: In osmanischer Zeit wurden Steuern nach der Grundfl├Ąche des Hauses berechnet.

Hier bleiben wir doch mal und genie├čen Aussicht und Atmosph├Ąre.



AL-Ossum-Schlucht 333x222
Der spektakuläre Ossum-Canyon
Lengarica-Canyon - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Ebenfalls schön anzuschauen, aber wir wollen ja …
Thermalquellen von Benja am Fluss Lengarica - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
… baden!

Berat => Erseka

ca. 210 km

Br├╝cke, Bad und Canyons

Aus dem sch├Ânen Berat hinaus fahren wir weiter. Und bleiben in den Bergen. Erste Station ist heute das albanische Fort Knox.

Hier lagerten lange die albanischen Goldreserven sowie ein gro├čes Waffenarsenal ÔÇÜf├╝r den NotfallÔÇś. Wir wissen nicht, was mit Gold und Waffen geschehen ist, schauen uns aber Lagerst├Ątte und H├Âhle an.

Danach auf unserem Weg ein sensationeller Canyon: Die Ossum-Schlucht ist wirklich spektakul├Ąr.

Also fahren wir so weit es geht hinein. Irgendwann gibt es unten in der Klamm keinen Fahrweg mehr. Dann wechseln wir auf die Stra├če an der Abrisskante ├╝ber dem Canyon und bewundern das Naturwunder f├╝r die restlichen Kilometer von oben.

Heute ist ein wahrer Canyon-Tag. Denn bald danach steuern wir den n├Ąchsten an. Aus gutem Grund.

Denn auch der hat es in sich. Und zwar Wortsinn. Es w├╝rde sich ja schon lohnen, wegen der historischen Steinbogenbr├╝cke hinzufahren. Doch kaum hat man das tolle Foto geschossen, und ├╝berlegt vielleicht noch, wie viele der vier Kilometer man in der begehbaren Wasser-Klamm erkunden soll, da lockt schon ein ganz anderes Nass:

F├╝r die hier reichlich sprudelnden Thermalquellen sind Naturstein-Badebecken gebaut. Da nehmen wir doch eine kleine Kuranwendung. Badespa├č in der Natur.

Das entspannt des Biker Leib und Seele.

So machen wir uns gut erfrischt auf den weiteren Weg. Der f├╝hrt uns noch ├╝ber einige hohe P├Ąsse. Und schlie├člich nach Erseka.



AL-Benja-Lengarica-Stra├čenlauf---WIKI___333x250
Die Straße gehört uns.
Verlassene Kirche in Vithkuq  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Vithkuq: Da lebten mal deutlich mehr Menschen als heute.
Steinerne Br├╝cke bei Voskopoje  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Eine Brücke für das ehemalige Handelszentrum.

Erseka => Gjoka

ca. 240 km

Ein Abstecher ins Landleben der Berge

Und weiter in den Bergen. Wir bezwingen einen hohen Pass und machen dann einen Abstecher zu zwei zauberhaften D├Ârfern.

Dazu zweigen wir von der Nationalstra├če auf eine ÔÇô zugegeben etwas holperige ÔÇô Nebenstrecke ab. Das Ger├╝ttel nehmen wir gerne in Kauf: Denn unser Weg f├╝hrt durch wundersch├Âne Gebirgslandschaft: Gr├╝ne T├Ąler, waldige H├Ąnge und schwarz gl├Ąnzende Felskuppen.

Rechts erblicken wir bald das Wasserkraftwerk von Gjan├ž. Und links dann den Stausee. Albanien bezieht ja den gr├Â├čten Teil seines Stroms aus Wasserkraft. Und hier fing das 1936 an.

Auf 1.300 Meter Meeresh├Âhe erreichen wir Vithkuq. Das heute kleine Dorf war einst ein Handelszentrum der Walachen (Vlachen bzw. Aromunen). Also jener Albaner, die von der thrakischen und illyrischen Urbev├Âlkerung abstammen und nicht slawisiert wurden.

Bevor die Stadt im 18. Jahrhundert von Feudalherren zerst├Ârt wurde, hatte sie vierzehn(!) Kirchen. Hier entwickelte der Dichter Naum Veqilharxhi das erste albanische Alphabet. Alles nett zu wisen. Noch netter, den sch├Ânen Ort einfach anzuschauen. Nachdenklich macht: Die reichen Fresken sind weitgehend erhalten, es fehlen allerdings s├Ąmtliche Ikonostasen, die wertvollen dreit├╝rigen W├Ąnde mit Ikonen-Bildern, die in byzantinischen Kirchen den Altarraum abtrennen.

Wenig sp├Ąter erreichen wir Voskopoja. Auch dieses Berg-Dorf war einst eine bedeutende Stadt. Davon zeugen auch hier breite, gepflasterte Strassen und diverse Kirchen mit reichen Fresken. Eigentlich erwartet man sowas ja in der abgeschiedenen, ├Ąrmlichen Berggegend gar nicht. Ebenso wenig die m├Ąchtigen steinernen Br├╝cken. Die konnte sich kein kleines Bergdorf leisten. Sondern nur eine reiche Handelsstadt, die auf den Verkehr mit schweren Fuhrwerken angewiesen war.

PS: Wahrscheinlich hat Du's ja schon bemerkt. K├Ąpt'n Eddy hat eine gro├če Leidenschaft, die Route nicht nur abzufahren, sondern Land und Leute zu erfahren. Dazu geh├Âren Begegnungen mit Menschen. Und nat├╝rlich auch, Landschaften und Orte zu lesen. Mit dem entsprechenden Vorwissen gelingt das gut. Und so kann er Dir auch viel ├╝ber Hintergr├╝nde erz├Ąhlen.

Am Berg liegt noch ein Kloster. Voskopoja ist ein bequemer Abstecher ins Landleben in den Bergen des Balkans.


Stra├če bei Galicica am Ohrid-See  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Kurven am See entlang.
Koplik. Stra├če SH21 in den Albanischen Alpen - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Und wieder hinein in die „verwunschenen Berge“ …
Bunker vor Bergpanorama auf der gef├╝hrten Motorradtour (Motorradreise) nach Albanien
Einer der über 100.000 Bunker.

Gjoka => Skodra

ca. 190 km Stra├če + 33 km Schiff

J├╝ngstes Land Europas und ├Ąltester See der Welt

Heute gehtÔÇÖs wieder in den Norden Albaniens, zur├╝ck in die uns schon bekannten ÔÇ×verwunschenen BergeÔÇť.

Der Weg dorthin f├╝hrt uns zun├Ąchst ├╝ber Bergstra├čen und einen weiteren hohen Pass zum Ohridsee. Der zweitgr├Â├čte See des Balkan ist der ├Ąlteste See der Erde (1,4 Millionen Jahre). Siedlungen gibt es hier seit der Jungsteinzeit, also seit etwa 7.000 Jahren. Sp├Ąter bauten antike V├Âlker und St├Ąmme (Illyrer, die Makedonen und Griechen) rund um den See ihre St├Ądte. Die profitierten vom Fischreichtum und Gold- und Silbervorkommen. So ist die Lage der illyrischen Stadt Damastion heute nicht mehr bekannt. Aber ihre Existenz belegen dort gepr├Ągte Silberm├╝nzen. So war der Ohridsee dann auch seit r├Âmischer Zeit mittels Via Egnatia (Adriak├╝ste - Thessaloniki - Konstantinopel) ans "internationale" Handelsnetz angeschlossen. Um die erste Jahrtausendwende lag hier auch mal die Hauptstadt des bulgarischen Reiches.

Sicher war man in den Jahrtausenden auch immer von der Sch├Ânheit der Landschaft beeindruckt. Dem wollen wir nicht nachstehen.

Nicht aus Zufall, sondern mit voller Absicht fahren wir also ein St├╝ck durch ­čç▓­čç░ Mazedonien. Und zwar ein gar gro├čes. Denn die Strecke am Ohridsees und dann n├Ârdlich von ihm durch die Berge ist einfach famos. Das junge Land tr├Ągt nach der Einigung mit den griechischen Nachbarn nun nicht mehr den sperrigen Namen FYROM (= englisch former Yugoslav Republic of Macedonia), sondern schlicht Nordmazedonien. Vielleicht bieten wir ja demn├Ąchst auch eine Tour nur hierhin an. Dann w├Ąre der Abstecher schon mal ein kleiner Vorgeschmack.

Auch n├Ârdlich des Ohridsee nehmen wir eine Route, die noch eine Weile durch Mazedonien f├╝hrt. Die Strecke ist einfach zu sch├Ân, um sie auszulassen.

Nachdem wir also auch den mazedonischen Teil der Verwunschenen Berge erkundet haben, geht's zur├╝ck nach Albanien. ├ťber feine Bergstr├Ą├čchen erreichen wir den Canyon, den wir schon vom Beginn unseres Albanien-Abenteuers kennen. Und ja, wir machen die tolle Schiffspassage nun ein zweites Mal. Und zwar in der Gegenrichtung. Danach k├Ânnen wir entscheiden, welche Richtung uns besser gefallen hat.

Nach der Canyon-Fahrt ist es nur noch ein ÔÇ×Katzensprung" zu unserem Hotel, der dann leider letzten Station in Albanien. Aber keine Sorge: Auf der Heimreise haben wir ja noch so einige hundert tolle K├╝sten- und Berg-Strecken vor uns.



Blick auf Dubrovnik-Blick von Seeseite - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Die schönste aller Küstenstraßen:
Dubrovnik von außen.
Abendstimmung in Dubrovnik - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Die schönste aller Küstenstraßen:
Dubrovnik von innen.

Shkodra => Dubrovnik

ca. 380 km

Durch Montenegro in die Kroatische Perle Dubrovnik

Unser Weg f├╝hrt uns zun├Ąchst aus ­č玭čç▒ Albanien ├╝ber die Grenze ins ebenfalls sch├Âne ­čç▓­č笠Montenegro. Und Juhu! Wir sind wieder auf der

Jadranska Magistrala.

Und wieder umfahren wir die Bucht von Kotor. Man k├Ânnte das auch mit der F├Ąhre abk├╝rzen, aber das fanden wir ja schon auf der Hinfahrt Unsinn. Denn hier gilt, was wir schon von vielen P├Ąssen kennen: F├Ąhrt man die Strecke in umgekehrter Richtung, meint man, eine neue Route zu nehmen. Und damit haben wir denn auch schon ein abendf├╝llendes Thema: Welche der beiden wunderbaren Strecken war denn nun die sch├Ânere?

Auf unserer Lieblingsstra├če n├Ąhern wir uns der zweiten Landesgrenze. Kurz vor der kennen wir aber noch ein feines ÔÇ×Bikers-Welcome-Caf├ęÔÇť. Und zwar mit unglaublichen Burgern! Da sagen wir doch gerne ÔÇ×Poft─â bun─â!ÔÇť beziehungsweise ÔÇ×Dobar tek!ÔÇť (Guten Appetit!). Gut gest├Ąrkt ÔÇ×machen wir r├╝berÔÇť nach ­čçş­čçĚ Kroatien.

Und nun, Freunde der Sonne, wie schaut's aus? Stiefelbier oder doch noch ein Stadtbummel in Dubrovniks einzigartiger Altstadt?


Kleine Entscheidungshilfe:
Auch in der Altstadt kann man Bier trinken. Sogar in Stiefeln.



Jadranska Magistrala, die sch├Ânste K├╝stenstra├če der Welt - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Von Split nach Omis zwischen Felsen und Meer.
Luftbild von Zadar-Luftbild  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Zadar
Die Meeresorgel von Zadar - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Die Meeresorgel von Zadar.

Dubrovnik => Zadar

ca. 365 km

Nochmal, weil's so sch├Ân ist: Die Jadranska Magistrala

Nun sind wir schon lange unterwegs. Und haben immer noch so viel Sch├Ânes vor uns.

Und auch neben uns: Linker Hand den ganzen Tag die unglaublich blaue Adria. Rechts fantastische Felsen. Und dazwischen: Kurven, Kurven, Kurven.

Wir machen uns also auf den Weg, lassen Dubrovnik hinter uns und sagen zu ­čçş­čçĚ Kroatien erst mal ÔÇ×Do vi─ĹenjaÔÇť (Auf Wiedersehen). Aber keineswegs endg├╝ltig. Denn es geht ja nur f├╝r einige, daf├╝r um so interessantere Kilometer durch ­čçž­č玠đĹđżĐüđŻđ░ đŞ đąđÁĐÇĐćđÁđ│đżđ▓đŞđŻđ░ (ÔÇ×Bosnien und Herzgowina"). Bekannterma├čen trennt die kleine bosnische Landzunge um die Stadt Neum ja Kroatien in zwei H├Ąlften. Da d├╝rfen wir also durch.

Apropos interessant: Hier wird offensichtlich Kyrillisch geschrieben. Damit haben wir auf unserer Reise nun auch dreierlei Schriftsysteme: Lateinisch, Griechisch und Kyrillisch. Wenn das mal keine Vielfalt ist ÔÇŽ

Gewohnt g├╝nstig machen wir in Bosnien unsere Tanks voll, bestaunen die Andersartigkeit dessen, was auch mal Jugoslawien war, um dann ÔÇô wieder ÔÇô nach Kroatien einzureisen.

Dann weiter und mehr: Jadranska Magistrala. Kann man prima von schw├Ąrmen. Muss man aber nicht. Man kann sie auch schweigend genie├čen.

Abends erreichen wir Zadar. Hier gibt's ein Wiedersehen, pardon: Wiederh├Âren mit der Wasserorgel. Die preisgekr├Ânte Meeresorgel von Zadar ist mittlerweile sogar durch eine ebenfalls wundersch├Âne Lichtinstallation erg├Ąnzt. Das Zusammenspiel l├Ąsst sich kaum beschreiben. Das muss man erleben!

Unsere Einladung: Wer Lust hat, h├Ąngt am Abend statt in der zugegeben auch sehr sch├Ânen Altstadt einfach eine Weile an der Uferpromenade ab: Lausch den Kl├Ąngen, erinnere die Bilder der letzten Wochen und lass Dich von Deinem Kopfkino davontragen.



HR-Maslenica-Bru╠łcke u╠łber die Meerenge---wiki-333x250
Schöne Brücke über die Meerenge von Maslenica
Die Jadranska Magistrala ist die sch├Ânste K├╝stenstra├če der Welt  - Etappe gef├╝hrte Motorradtour nach Albanien
Kurvengarten südlich von Senj.
AT-Ka╠łrnten---333-187
Zurück im schönen Kärnten.

Zadar => Villach

ca. 425 km

Abschlusstag: Sag zum Abschied leise ÔÇ×Servus"

Inzwischen haben wir acht L├Ąnder besucht:

­č玭čç╣ ├ľsterreich, ­č窭čç« Slowenien, ­čçş­čçĚ Kroatien, ­čçž­č玠Bosnien/Herzegowina, ­čç▓­č笠Montenegro, ­čç▓­čç░ Nordmazedonien und ­č玭čç▒ Albanien

Die meisten davon sogar zweimal. ;-)

Also geht es heute auf die letzten unserer fast viertausend gemeinsamen Kilometer. Und die sind noch mal richtig sch├Ân: Erstmal geht es noch eine Weile die uns mittlerweile wohl vertraute Jadranska Magistrala lang. Noch einmal genie├čen wir die blaue Adria zu unserer Linken und die Berglandschaft zu unserer Rechten.

Mittags biegen wir von der K├╝ste ab nach Nord-Osten und durchqueren wieder das sch├Âne Slowenien.

Durch den Karawankentunnel wechseln wir von der S├╝dseite zur├╝ck auf die Nordseite der Alpen und sind wieder daheim im idyllischen K├Ąrnten.

Nun kommt hoffentlich beim Abschiedsabend etwas Wehmut auf, denn dann war's wieder eine tolle Tour.

Aber keine Sorge!

Wir sagen nicht "Adieu", sondern "Auf Wiedersehen".
Und sto├čen genau auf ein solches von Herzen mit Euch an.

Versprochen,

Eurer:

  K├Ąpt'n Eddy |┬áEmpfohlener Motorrad-Tour-Guide f├╝r Motorradtouren in Albanien, Griechenland und Albanien





2025-AL-A ­č玭čç▒ |┬á Albanien Motorradtouren Motorradreisen 2025
Termin
Umfang (Geführte Tour)
Preis   [ Sozia: / EZ: ]
 
   

2025-AL-B ­č玭čç▒ |┬á Albanien Motorradtouren Motorradreisen 2025
Termin
Umfang (Geführte Tour)
Preis   [ Sozia: / EZ: ]
 
   




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