• Koman-Stausee
    Albanisch: Liqeni i Komanit
    Seit den 1980er Jahren wird in den nordalbanischen Alpen (Prokletije) der Drin zu drei gewaltigen Stauseen aufgestaut. Der mittlere davon ist der Koman-Stausee (Liqeni i Komanit). Der 115 Meter hohe Steinschüttdamm wurde von 1980 bis 1988 gebaut. Seitdem hat der See eine Fläche von zwölf Quadratkilometern und ein Volumen von 600.000 Kubikmetern. Sein Wasserspiegel liegt auf 170 m ü. A. Und bildet einen inländischer Canyon.

    Und was für einen! Fast drei Stunden schippert man auf der kleinen Fähre durch die Schlucht. Die ist manchmal kaum 50 Meter breit. Dafür ragen die Wände rechts und links mehrere hundert Meter weit auf.

    Wir sind in den Albanischen Alpen. Das Gebirgsmassiv Prokletije („Verwunschene Berge“) ist mit Gipfeln über 2.500 m höchster Teil der Dinarischen Ketten. Er verbindet Nordalbanien mit dem westlichen Kosovo und dem östlichen Montenegro. Zerklüftete Karling-Gipfel mit hochalpinen Steilwänden erinnern an das Matterhorn. Diese Gipfel und breite, von Gletschern geformte Trogtäler geben dem Gebirge einen alpinen Eindruck, wie er sonst im Balkan kaum anzutreffen ist.

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