• Der Zustand albanischer Straßen
    Von tip-top bis erbärmlich, aber besser als ihr Ruf
    Vorweg: Ja, es gibt in Albanien richtig schlechte Straßen. Wie in den meisten Ländern. Und es gibt sogar eine Erdpiste, die als Nationalstraße klassifiziert ist. Die fährt aber niemand, weil es parallel dazu eine bestens ausgebaute Fernstraße gibt.

    Vor allem aber gibt es über albanische Straßen reichlich übertriebene Schauergeschichten.

    Meistens stammen Äußerungen wie "Die Straßen kannste vergessen." von Typen, die nie dort gewesen sind. Jedenfalls nicht in den letzen Jahren. Oder, schlimmer noch: Von Möchtegern-Weltreisenden, die sich mit solchen Schauergeschichten selbst wichtig machen wollen. Wir können aus eigener Erfahrung berichten:

    Albanischen Straßen sind besser als ihr Ruf!

    Insbesondere, weil in letzter Zeit sehr viel gebaut und erneuert wurde. Mitunter hat man wegen der jede deutsche Norm toppenden Ausstattung neuer Straßen mit Reflektoren, Leitplanken, Rüttelstreifen und ähnlichem schon das Gefühl, nicht mehr auf einer Straße, sondern geradezu auf einer Landebahn zu fahren.

    Und noch etwas aus eigener Erfahrung: In Albanien wird oft deutlich langsamer gefahren, als wir das aus Deutschland gewohnt sind. Auch die Geschwindigkeitslimits sind niedriger.

    Wo wir in Deutschland an Landstraßen-Kreuzungen 70 km/h kennen, sehen wir in Albanien 40 km/h. An die hält sich zwar niemand sklavisch, aber es geht doch erkennbar langsamer zu. Vermutlich liegt das daran, dass bis zum Ende des Steinzeit-Kommunismus in den 1980ern private Kraftfahrzeuge weitgehend verboten waren. Jedenfalls scheinen auch heute noch viele Albanische Lenker recht unsicher zu sein – und fahren entsprechend langsam.






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