• Besondere Gefahren im albanischen Verkehr
    Hinweise, damit du nicht gefährlich überrascht wirst
    Wie gesagt: Albaniens Straßen sind besser als Ihr Ruf.
    Dennoch gibt's Dinge, die man von zu Hause so nicht kennt.
    Gefährlich wird das dann, wenn man davon überrascht wird. Also:


    Bitte darauf achten:


    Gefährliche Bahnübergänge
    Bahnübergänge können „Fallen“ sein:
    Lose Platten, Schotter, Löcher – und natürlich Züge!
    Also: Anhalten, Umschauen, Runterschauen.

    Tückische Tankstelleneinfahrten
    Übergang von (guter) Straße zu (neuer) Tankstelle kann ein Graben sein.
    Mitunter nur durch lose Platten (lückenhaft) abgedeckt.
    Langsam fahren, vorsichtig überqueren, ggf. anhalten und prüfen.

    Überraschende Löcher
    Keine Überraschung auf mieser Piste, weil Du da Schlaglöcher erwartest.
    Aber auf guter Straße können Dich Schlaglöcher gefährlich überraschen.
    Mit Wasser gefüllte Löcher stets umfahren. Du weißt nicht, wie tief sie sind.

    Lockere oder fehlende Kanaldeckel
    Kanaldeckel können locker oder rutschig sein.
    Oder sie fehlen auch mal ganz.
    Also grundsätzlich umfahren.

    Seifige Jadranska Magistrala*
    Titos Küstenstraße ist heute viel besser als zu jugoslawischen Zeiten.
    Aber auch heute weht der „Bora“ Sand und Salz der Adria auf den Asphalt.
    Wenn’s reget kann das rutschig werden. Also: Langsam fahren.
    *Ja, das hier betrifft natürlich nicht die Fahrt in, sondern die Anfahrt nach Albanien.

    Rutschige Fahrbahnmarkierungen
    Fahrbahnmarkierungen und Zebrastreifen sind oft aus Billigfarbe.
    Bei Regen wird das gerne richtig rutschig.
    Also vor allem bei Nässe: Vorsicht und besser nicht darauf fahren.

    Frei laufende Tiere
    Nettes Bild, aber auch ein Risiko: Esel, Pferde, Kühe, Ziegen, Schafe ...
    Und selbst Hunde weichen Dir nicht aus.
    Also rechne damit, dass Du ausweichen oder anhalten musst.

    Unberechenbare Pferdefuhrwerke
    Romantisch, ökologisch, pittoresk – aber unberechenbar.
    Sie halten oft nicht die Spur. Oder sie nehmen Dir die Vorfahrt.
    Also: Rechne bei Pferdegespannen mit Überraschungen.

    Unvorsichtige Fußgänger
    Albanische Fußgänger agieren oft, als sei die ganze Stadt Fußgängerzone:
    Treten ohne zu schauen auf Straße und gehen davon aus, dass Du anhältst.
    TIPP: Alle Fußgänger wie kleine Kinder betrachten.

    Unerfahrene Autofahrer
    Private Kfz waren in Albanien lange verboten. Deshalb gibt es keine lange „Autofahrkultur“.
    Regeln sind oft unbekannt. Die meisten fahren sehr langsam und unsicher.
    Fahrdynamik (zumal von Motorrädern) können sie kaum einschätzen. TIPP: Rechne damit, dass sich alle wie Fahranfänger verhalten.

    Lebendige Autobahnen
    Auf Autobahnen bewegen sich Fußgänger,
    Dir kommen Mopeds und Fahrräder (gelegentlich auch Handkarren) entgegen,
    mancher fährt kaum 50 km/h,
    und der Beschleunigungsstreifen wird eher zum Laden (oder gar als Verkaufsfläche) als zum Beschleunigen benutzt.

    Selbstüberschätzung + falscher Stolz!
    Übernimm Dich nicht und teile Deine Kräfte ein Zwing Dich nicht zu etwas, was Du nicht beherrschst. Und vor allem: Schäm Dich nicht, zu fragen und um Hilfe zu bitten.
    Und sei nicht zu stolz, einen Rat vom Käpt'n anzunehmen.

    Und ja:
    Obige Hinweise erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
    Und sie ersparen auf keinen Fall eigenes Denken.





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